Städtisches Empathiedefizit

Darf man als Velofahrer nun die unbenutzte Busspur von Schibenertor bis Broderbrunnen benutzen?
Oder muss man weiterhin auf der Autospur fahren und alle Autos müssen zum Überholen wie in den letzten Jahrzehnten illegal die ausgezogene Linie überfahren und 10cm rechts davon wird man vom Bus überholt? Und Autofahrer, die sich an die ausgezogenen Linie halten, überholen die Velofahrer auch mit 10cm Abstand?
Fährt denn kein Stadtangestellter in der Stadt Velo, dass man diese tagtäglichen lebensgefährlichen Stellen melden muss?
Auch 1. Primarklässler müssen per Gesetz auf öffentlichen städtischen Strassen Velo fahren.

Meine ganze Familie fährt mit dem Velo zur Arbeit oder in die Schule. Jedesmal wenn die eine Viertelstunde später als erwartet heimkommen, mach ich mir schon Sorgen. Schicke eine Whatsappnachricht und warte sorgenvoll bis das 2. Häcken blau ist (wenigstens funktioniert das Handy noch).
Muss ich meiner Familie eine Busabo kaufen oder sie mit dem Auto herumfahren, damit ich beruhigt auch meinen Feierabend einer velofahrenden Familie in der Stadt St. Gallen geniessen kann?
Wenn meine 15-jährige Tochter trotz ihrem wöchentlichem 60-Stunden-Lehrstellenjob mit miesester Bezahlung, mir am Mittag mitteilt, dass sie sich aufgrund der velofeindlichen Winterräumung eine Bustageskarte geleistet hat, kann ich wenigstens an meinem Feierabend beruhigt ein Bier öffnen, weil ich nicht damit rechnen muss, im Kantonsspital noch präsent sein zu müssen.
Mich scheisst es an, fast täglich mir Sorgen um meine velofahrende Familienmitglieder zu machen.
Sind wir wirklich als Velofahrende so eine Extremistenfamilien, dass niemandem weder im Stadtrat noch im Stadtparlament, noch in der Stadtverwaltung oder sonstwer unsere täglichen Sorgen um die Gesundheit der Familienangehörigen nachempfinden kann?

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Geheimnisvolle Mehrheiten

2x SP + 1x GLP sollte doch für eine Mehrheit im Stadtrat reichen.
Ich glaube kaum, dass der Stadtrat hier die Mehrheit der Bevölkerung oder des Stadtparlaments vertritt. Aber die haben wie beim Stadtautobahnbau in den 80ern sowieso nichts zu sagen.


St. Galler Nachrichten

 

 

 

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Tritt ans Schienbein

Da streiken Schüler für eine lebenswertes Klima in ihrer Zukunft. Nehmen dafür Strafen, Verweise und andere Drohungen auf sich. Und was machen die Regierungen?

Planen massiven Ausbau der Strasseninfrastruktur.

Als würde der Verkehr auf den Strassen in der Stadt St. Gallen nicht seit Jahren stagnieren oder sogar zurückgehen, als würde die Bevölkerung im Kanton kaum mehr wachsen und in Zukunft sogar stark überaltern.

Geht es hier wirklich um den Verkehr oder nicht eher um ein Beschäftigungsprogramm für die Bauindustrie?

Als würden Milliardeninvestitionen in niedrigqualifizierte Tieflohnjobs uns global konkurrenzfähiger machen als in Bildung wie Schulentwicklung, Frühförderung, Lehrpersonenentlastung, Förderung der individuellen Ressourcen der hier bereits Lebenden etc.

Ist vor allem diese SVP-Politik, die lieber auf Zuwanderung von Fachkräften aus dem Ausland setzt und dafür die Einheimischen, auch wenn hier geborene Ausländer, schlecht gebildet hält.

Ist immer wieder erstaunlich wie die Baulobby durch Bauvorlagen Themen setzen kann, die die ganze Bevölkerung umtreibt. Meine Blogkollegen von der GLP mögen da teilweise als Beispiel dienen. Von Prämienverbilligung, Bildungskosten, Behinderten, Kindern, Rentnern liest man bei denen leider kaum was.

Offensichtlich bezahlen Autofahrer viel zu viel Mineralölsteuer, dass solch hirnrissige Investionen ohne Renditeaussichten getätigt werden können.

Da wäre es volkswirtschaftlich weitaus sinnvoller, ein Teil dieser Abgaben als CO2-Steuer zu erheben.

Schliesslich gibt es auch eigenverantwortliche Mitbürger, die ihren Wohnort wechseln, um nahe beim Arbeitsplatz und Infrastruktur zu wohnen und damit keine Mobilitäts- und andere ungedeckte Kosten der Allgemeinheit verursachen.

Wie finanzieren kommende Generationen unsere AHV, EL, Pflege etc., wenn sie immer höhere Instandhaltungskosten für Strassen- und andere Bauinfrastrukturen bezahlen müssen?

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Selbstbetreuende Kinder

Interpellation Karl Schimke: „Wie weiter mit der FSA+?“; schriftlich

Wenn man all die Berechnungen der Nettoquadratmeter liest, könnte man meinen, es gehe nicht um Kinder sondern um Massentierhaltung.
Dass Freilandhaltung die bessere Wahl ist, wird nicht in Betracht gezogen.
Wäre es besser Kinder unter das Tierschutzgesetz zu stellen?

Unglaublich, was die Stadt wieder in Gebäude investiert mit immer höheren wiederkehrenden Kosten für zukünftige Generationen.
Ohne nur einmal das Volk darüber abstimmen zu lassen.

Da wären Investionen in Regenjacken und Gummistiefel oder in kindgerechte Umgebungen weitaus entwicklungsförderlicher, billiger und nachhaltiger.

Oder gehts darum, dass Wärter ihre Insassen besser überwachen können?
Kein Recht auf Freigang?

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Ausländer sind dümmer als Schweizer?

Keine Chancengleichheit an Schweizer Schulen
(SRF, Echo der Zeit)


Oberstufen Stadt St.Gallen




Wie die diesbezüglichen Zahlen in der Kanti, in den Kleinklassen oder sogar Sonderschulen sind, weiss ich nicht.
Offensichtlich hat die Stadt, insbesondere mit ihrem hohen Ausländeranteil, ein massives Integrations- und Inklusionsdefizit.
Oder ist sie einfach die Hochburg Ostschweizer Fremdenfeindlichkeit, die sich an unseren städtischen Schulen besonders eindrücklich zeigt?
Man würde nicht denken, dass wir im Stadtrat eine Seconda und viele Stadtparlamentarier Migrationsgrund haben.

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Stadtlungen als Luftfilter

Vergleich der Feinstaubbelastung in der Stadt St.Gallen mit der Stadt Zürich:

In Zürich gilt ein Feuerwerksverbot. Dafür veranstaltet sie einen Silvesterzauber, der viele Leute aus der Umgebung anzieht. Die dann noch in der Stadt Znacht essen, Anlässe besuchen oder sogar tagsüber noch einkaufen.

Nicht dass nur auf einem kleinen begrenzten Raum ein wenigstens choreografiertes Feuerwerk geboten wird. Nein. Die Stadt St.Gallen ist von Ost nach West in einer dicken Feinstaubwolke.
Ist es wirklich nötig, an Orten wo viele Menschen leben, so hohe Luftbelastungen zuzulassen? Insbesondere, da die Stadtbevölkerung schon ganzjährig höheren Luftschadstoffen ausgesetzt ist. Kostet halt nur ein paar Jahre weniger Lebenszeit der Städter?
Und dieser Feinstaub verschwindet nicht ins Nichts. Sondern er legt sich auch auf Strassen. Wo dann jedes vorbeifahrende Fahrzeug diesen nochmals aufwirbelt und die Gesundheit der angrenzenden Bevölkerung lange Zeit nachher noch gefährdet.

Dreckluft: So viele Zigaretten «rauchst» du in diesen Städten Europas – und in der Schweiz

Ostluft: Feinstaub

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