Skilager statt Kinderzulagen

Die Rechnung des letzten Skilagers:

Elternanteil:      150.-
Skimiete:           140.-
Skibrille:              25.-
Skihelm:              62.-
Skihose:               45.-
Handschuhe:       30.-
Städtischer
Lageranteil:   300.-
_____

Total Fr.           752.-

Vom immensen Zeitaufwand für Eltern, um die ganze Ausrüstung zu organisieren, ganz zu schweigen.

Für drei Tage Skifahren. Ohne Wahlmöglichkeit. Ohne Mitspracherecht.

Und dann spricht noch der Schulamtsangestellte Florian Sauer vom Zeitgeist.
Wer bestimmt denn den Zeitgeist einer Quartierschule?
Das Quartier oder das auswärtige Lehrerpersonal?
Partizipation wo?
Ausländerfamilien mit wenig Bezug zum Wintersport werden wiedermal mundtot gemacht.

Für diese Kosten könnten alle Eltern über fast 70 Fr. mehr Kinderzulagen im Monat verfügen.
Aber für eine Lehrperson oder ein Schulamtsangestellten mit über 10´000 Fr. Monatslohn sind das ja Peanuts.

Bei 150 Skilagern in der Stadt St. Gallen und ca. 20 Schülern pro Klasse sind das unglaubliche 2´256´000 Fr.
Soviel gibt die Stadt St. Gallen pro Jahr nicht mal für die Förderung des Veloverkehrs im Jahr aus.
Aber offensichtlich ist es in der Stadt St. Gallen wichtiger, dass Kinder skifahren statt velofahren können.
Velofahren gehört ja nicht zum Turnunterricht. Aber Spinningbikefahren steht im kantonalen Lehrplan.
Wichtig ist Autofahrer und öV-Benutzer heranzuzüchten, trotz der immensen volkswirtschaftlichen Kosten die diese gegenüber Fussgängern und Velofahrern verursachen?

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Scheisse überall

Andwil: Gülle in Bach geflossen

„Insgesamt gelangten so mehrere 100 m3 in den Andwiler Bach.“
Mehrere 100´000 Liter?

So viel Gülle produziere ich selbst beim WC-Aufenthalt in meinem ganzen Leben nicht.
Aber meine „Gülle“ muss mit massiver Wasserversorgung über teure Kläranlagensysteme entsorgt werden.
Oder ist meine „Gülle“ schlimmer als die von Nutztieren?
Die werden mit den gleichen Giftstoffen gefüttert wie ich selbst. Wahrscheinlich noch mit massiv grösserem uva. Medikamenteneinsatz.
Soll ich mir nun ein Trocken-WC besorgen und meine festen Exkremente mittels Robidogsäcken und die flüssigen im Nachttopf am nächsten Baum entsorgen?
Wo sind all die Fäkalien der abermillionen Kühe, Schweine, Rinder, Hühner, Katzen, Hunde etc. nur alleine in unserem Land?
Oder wie uva. zB. Katzenbesitzer auf unserem Quartierspielplatz:
VogelherdKake

Aber wegen wahrscheinlich nicht mal 10% aller anfallenden Abwässer der Menschen müssen Millionen investiert werden?
Und das Stadtparlament winkt seit Jahren einstimmig  jede millionenteure Werksleitungserneuerung durch als hätte die Stadt St. Gallen noch den Wasserbedarf wie zu Textilfärbe- und -bleichezeiten.

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Airolo will einen Deckel für die Autobahn | St.Galler Tagblatt Online


Quelle: Airolo will einen Deckel für die Autobahn | St.Galler Tagblatt Online

Für 1500 Bewohner in Airolo ein Deckel.
10´000nde Stadt-St.-Galler müssen den Landraub mitten durch ihre Wohnquartiere selbst finanzieren?
Stadtautobahnausbau NEIN!

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Die Grossen gegen die Kleinen


Langweilig und uninteressant. Um nicht zu sagen: von oben herab (dito andere Stadträte).

Grossprojekte, wo die Millionensubventionen in die Bauwirtschaft von alleine fliessen, haben oberste Priorität.

Kleinprojekte wie attraktive Quartiere (z.B. Schulwegsicherheit), wo endlich dringenst politische Entscheide gefällt werden müssen, können da hinten anstehen.
Zum Beispiel überall auf Schulwegen, auch die entlang von übergeordneten Strassen, Tempo 30 maximal.
Oder dass Veloparkplätze bei Schulen wieder so voll sind wie vor der Stadtautobahneröffnung.
Dass der entwicklungsnotwendige Freiraum vor der Haustür für Kinder wichtiger ist als Autoabstellplätze und Durchfahrmöglichkeiten: damit jedes Kind, dass in St. Gallen geboren und aufgewachsen ist, beim Kindergarteneintritt wieder den hiesigen Dialekt kann.
etc.
Freizeitgestaltung von Kindern ist gemäss Direktion für „Bildung und Freizeit“ neu Staatsaufgabe.
Damit Autofahrer beim Durchfahren von Wohnquartieren nicht „unnötig“ von Kinderpräsenz gestört werden?

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Frusthaufenproduzenten

Reorganisation=mit sich selbst beschäftigen und als Bildungskosten verrechnen, obwohl kein einziger Schüler dadurch besser gebildet die städtische Schule verlässt.
Nur schon die Klassenraumplanung nach einem Prinzip aus dem vorletzten Jahrhundert.
Noch nie was von Lernlandschaften und -inseln gehört?
Was andere in der Agglomeration schon seit vielen Jahren haben, müssen wir höchstwahrscheinlich in 10 Jahren nochmals mit vielen Millionen für Umbauten finanzieren.
Und trotzdem hat auch dann ein städtischer Schüler immer noch nicht die gleiche Chance auf einen Lehrstellenplatz oder in die Kanti wie ein Schüler aus der Agglomeration.
Respektlose Talentvergeudung.

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Schneemarkt – #kurzverbloggt

Wird wirklich Zeit, dass wir am Marktplatz etwas unternehmen. Bei der Witterung wie heute, ist der Markt, so wie er sich präsentiert, weder einladend, noch ein angenehmer Arbeitsplatz. Mit ein Grun…

Quelle: Schneemarkt – #kurzverbloggt

Wegen ein paar Wochen schlechter Witterung ein Riesengeschrei. Das halten sie in vielen deutschen Innenstädten auch problemlos aus.
Der Marktplatz muss frei sein, vor allem endlich von Parkplätzen (kurzzeitig für Be- und Entladung reicht), damit man in der Nutzung des Marktplatzes möglichst flexibel bleibt.
Lieber alltägliche Anlässe auf dem Marktplatz, auch wenns nur ein Bettler mit dem Diabolo ist, statt alles für Partikularinteressen zu verstellen.
Und auf der Nordseite der Altstadt gäbe es auch noch sehr viel Platz für den öV. Da war ja auch mal das Tram.
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Selbst die WISG kommt mit unbezahlbaren Luftschlössern, um etwas am Leben zu erhalten, das trotz viele Millionen teuren Bodenverschönerungen der letzten Jahre (Fit13+ und Futura lassen grüssen) trotzdem wegen jahrzehntelanger verweigerter Siedlungspolitik im Niedergang ist.

Wenns um die Bauwirtschaft geht, fühlt sich bald jeder als Lobbyist?

Wir brauchen einen tieferen Steuerfuss, um attraktiver zu werden. Um das selbst generiert Steuersubstrat am eigenen Ort zu halten. Keine Prunkbauten, die kaum genutzt werden.

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Baulobby- statt Veloförderung oder ist die Stadt Hölle?

Auf der ganzen Welt wird in Städten in den Veloverkehr investiert. Nur St. Gallen will eine Hängebrücke im Niemandsland Naturschutzgebiet hinstellen.
Erst recht noch ohne über die steilen Zu- und Wegfahrten nachzudenken.
Und was soll ein Städter im langweiligen Untereggen?
Da hat er genügend Naherholungsgebiet im Südosten auf eigenem Boden: entlang Bergbach, Goldach, bis zum Bernhardsbach, Schaugen, Gädmen, alte Hueb, Achslen- und Hagenbuchwald etc. etc.
Es sind wohl eher die Unteregger, die tagtäglich aus ihrem vermeintlichen Paradies in die Hölle Stadt „pilgern“. Was soll man dort auch machen ausser anonym im Einfamilienhaus hocken und fremdenfeindlich wählen und abstimmen? Kühe melken oder Gülle ausbringen?
Kein Wunder verbringt deren Jugend ihre Freitag- und Samstagabende lieber in der vielfältigen Stadt. Und die Älteren kaufen lieber im Gallusmarkt ein oder im Migros, Denner Neudorf etc. als im Dorfladen. Gehen lieber in die Post Neudorf statt in die im eigenen Dorf. Hat ja Unmengen an Gratisparkplätzen in unserem vermeintlichen „Quartierzentrum“.

Wenn eine Kleinstgemeinde mit gut 1´000 Bewohner etwas (eigentlich nur einer, wahrscheinlich mit dem Gemeindepräsident beim Schnapsideetrinken) sagen, dann springt der Kanton sofort.
Wenn fast 10´000 Bewohner der Quartiere Tablat und Zil, die durch die Autobahnschneise seit Jahrzehnten zerschnitten sind, ein Anliegen haben, dann ist das für den gleichen Kanton irrelevantes Feindesgebiet.
Was würden die Unteregger sagen, wenn Bund und Kanton eine 6-spurige Autobahn mitten durch ihr Dorf planen?
Aber den Städtern kann man das (noch) zumuten.
Das fast überall im Niedergang befindliche Dorfleben ist dem Kanton sakrosankt und muss mit allen finanziellen Mitteln (sogar städtischen) am nostalgischen Leben erhalten werden.

Seit Jahrzehnten warten diese Quartiere auf die vor der Autobahneröffnung von Stadträten, Regierungsräten und Bundesräten versprochenen, attraktive Verbindungen.
Aber bis heute führt nicht mal eine Buslinie über die Schönbüelstrasse.
Alle müssen im Neudorf umsteigen resp. mit dem Velo einen Umweg in Kauf nehmen, weil diese Strasse u.a. als Schulweg v.a. von der Rorschacher- zur Martinsbruggstrasse lebensgefährlich ist.

Wieso keine Hängebrücke über die Autobahn? Oder am besten gleich ein Deckel drauf. Damit wieder zusammen ist, was uns Bund und Kanton damals gestohlen hatten.

Wie lange will man denn noch warten für die Förderung des Velo- und Fussgängerverkehrs?
Bis Fremde mittels Bundesbern uns das finanzieren?
Bis gar kein Jugendlicher mehr auf dem Fahrrad sitzt?
Die Jugendlichen in der Agglo plangen auf den 18. Geburtstag, um endlich das „Billet“ zu machen. Damit sie endlich wie ihre Eltern weg können.
Und die Jugendlichen in den Städten setzten nur noch auf einen gut ausgebauten öV, der da die grösste Konkurrenz zum Langsamverkehr ist.
Beides verursacht immense volkswirtschaftliche Kosten.
Wenn Jugendliche heute nicht Velo fahren, werden sie es auch in Zukunft nicht mehr tun und genauso ihren Kindern nicht mehr beibringen.
Für was dann diese Millionenprojekte für den Veloverkehr in weit entfernter Zukunft?

Viele Jahre lang hatte die SP das Bauamt inne und dem Niedergang des Langsamverkehrs einfach untätig zugeschaut.
Mal schauen, ob die neue Stadträtin endlich andere Prioritäten setzt als immer nur Beton- und Teerinvestitionen.
Ein neuer Wind scheint im Bauamt noch nicht zu wehen oder seine bürgerlich wählenden,  auswärtigen Angestellten bestimmen die städtische Verkehrspolitik:
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Das ist der Nutzen eines Radweges auf der Rehetobelstrasse ungleich höher als eine Hängebrücke über die Goldach und kostet nur einen kleinen Bruchteil.
Oder wenigstens ein bisschen Farbe beim Rechtsabbiegen:

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Konstanz

Wenn sie schon etwas für den Langsamverkehr in dieser Region machen wollen:
Wo ist der Schachenbachweg, der Rietweg, der Ober- und Unterschachenweg, die Verbindung vom Schaugenbädli zum Östran?
Ist die Goldachtobel- wirklich unattraktiver als die Schönbüel-, Tablat-, Rorschacher- etc. Strasse, dass man dafür eine Alternative braucht? Wieso wird nicht die Sonnentalstrasse für Radfahrer verlängert?
Wo ist der Weg von der unteren Lärchentalstrasse über die Ruine Falkenstein zur Martinsbruggstrasse und Paradies?
Wieso gibt es keinen Weg vom Blumenwies zum Bergbachweg und Goldachtobel?

Ich bin „nur“ ein Zugezogener. Aber scheinbar wissen die Alteingesessen vor lauter Auto und öV nicht mal mehr, was für Kleinode sie direkt vor der Haustüre haben

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