Mütter haben Pflichten?

http://www.tagblatt.ch/ostschweiz/stgallen/stadt/ingrid-jacober-will-in-die-stadtregierung;art186,5018945
„oder auch mit Mutterpflichten anderweitig engagiert sind,“

Welche antifeministische rechtsbürgerliche Ausrede ist dem grünen linksliberalen Lager eingefallen, um sich zu drücken?
Welche Pflichten hat eine Mutter denn heutzutage?
Mir kommt nur Stillen in den Sinn.
Alles andere können Väter oder andere hochsubvenitonierte Drittpersonen genauso.
Ich habe meine Kinder bis zu drei Mal pro Tag zum Arbeitsplatz der Mutter gebracht, damit sie (als städtisch Angestellte) auf der Toilette stillen kann.
Aber nicht mal im hohen Rathaus gibts ein Stillzimmer.
Für wen auch? Die „Wichtigen“ haben keine Kinder oder einen devoten Mutterersatz als Mutter ihrer Kinder.

Können Mütter, deren Mann nicht mal 4´000 Fr. pro Monat heimbringt, auch solche privilegierten Luxusbefürnisse in der reichen Schweiz anmelden?
Erst recht diese Väter?

Wieso können diese hoffnungsvollen Kandidatinnen nicht ehrlich sein?
„Ein paar Jahre leiste ich mir Auszeit, weil das Zusammensein mit Kindern mir momentan höherwertig ist als die Karriere“, statt dass das der Karriere zuträglich wäre.

Spätestens mit dem Kindergarteneintritt sorgt doch neuerdings der Staat für die Rundumversogung der Kinder und damit noch für die jahrzehntelange Möglichkeiten die narzisstischen Selbstverwirklichungsplänen in einem (öffentlichen) Amt auszuleben.

Vaterpflichten sind scheinbar selbst im Jahr 2017 in der Stadt St. Gallen kein Grund auf irgendwas zu verzichten.

Dabei würde es vielen gut tun, insbesondere auch wer ein politisches Amt anstrebt aber auch an jedem anderen Arbeitsplatz, zu lernen, mal seine eigenen Bedürfnisse altruistisch denen anderer hintenanstellen.

Aber im Curriculum Vitae wird diese Erfahrung in Teamfähigkeit, Loyalität, Organisation etc. immer noch als Makel empfunden.

Mütter an den Schaltstellen wo? Wurden darum sogar mehrfach abgewählt: „Der bleiben ja noch die Kinder“.

Dabei ist es das gleiche wie der Profit aus der Multikulturalität:
hier fehlt das männlich väterliche Element resp. die entwicklungsfreundliche Ansicht Anderer zum Gemeinwohl aller.

Oder verstehe ich Demokratie falsch?

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