Kultur für viele statt für wenige

Warum braucht man überhaupt ein Stadttheater?
Weil es zum Image einer Stadt dazu gehört?

Wenn während des Umbaus ein Provisorium reicht, wieso nicht für immer kleinere Brötchen backen?
Zum Beispiel indem man die St. Leonhardskirche als Stadttheater nutzt.
Wem das nicht reicht, eine Fahrt nach Winterthur, Zürich oder Bregenz ist zumutbar.

Mit dem eingesparten Geld könnte man weit über tausend Kulturschaffende jährlich mit über 10´000 Fr. unterstützen.

Vielleicht „verirrt“ sich dann auch mal ein Sozialhilfebezüger oder Working Poor an eine Kulturveranstaltung, wenn der Eintritt nur ein Fünfliber kostet.
Im Stadttheater sind die jedoch kaum anzutreffen trotz horrender Subventionen.
Und massiv grössere Bevölkerungsteile könnten von unseren Kultursubventionen profitieren.
Das wäre wenigstens ein hoher Return on Investment.

Wie das Gebäude auch anders nutzbar wäre, habe ich schon
hier und an anderen Stellen erläutert.

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Eine Antwort zu Kultur für viele statt für wenige

  1. Ed Kaufmann schreibt:

    So sympathisch die idee ist, aber erstens funktioniert Kulturpolitik halt auch, indem man verschiedene Schichten mit verschiedenen Angeboten anspricht. Da gehört ein Stadttheater mit dazu. Und das kriegt man halt nicht für ein paar tausend Franken im Monat. Die Idee mit der Leonhardskirche klingt nett, ist aber leider sehr unpraktisch. Als jemand, der dort schon mehrfach an Veranstaltungen beteiligt war, muss ich leider sagen, dass die Lokalität für die meisten Veranstaltungen unbrauchbar ist. Zu hoch, zu unflexibel in Akustik und Bespielbarkeit, zu wenig Notausgänge. Interessanter wäre es da schon eher, wenn die Stadt endlich einmal ihre Pläne für die OLMA-Hallen selber ernst nehmen würde. Diese werden höchstens für ein halbes Dutzend Kulturveranstaltungen genutzt, weil die administrativen und organisatorischen Hürden zu hoch sind. Was die Idee von Veranstaltungen für einen Fünfliber betrifft, bin ich der Ansicht, wer bezahlen kann, der soll das auch. Aber es gäbe durchaus möglich, Sozialtarife vermehrt zu subventionieren, so wie das zB in Zürich der Fall ist (Kulturlegi).

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