FDP untergräbt den Abstimmungskampf

Habe am Samstag von FDP-Fraktionspräsident Remo Daguati auf Facebook eine Freundschaftsanfrage erhalten.
In einem Post hat er sich despektierlich über die Ablehnung zur Mobilitätsinitiative der CVP am schmutzigen Donnerstag geäussert.
Habe mich darüber aufgeregt, dass sich da viele Auswärtige zu dieser städtischen Initiative äussern. Es mir lieber wäre, dass sich die einheimischen Ausländer sich auch miteinbringen könnten.
Mit der Folge, dass Remo Daguati die Freundschaftsanfrage wieder zurückgezogen hat.

Braucht denn die städtische FDP Claquere von ausserhalb, um die Stimmung der Städter zu beeinflussen?
Brauchen wir im Stadtparlament Agglovertreter?

Wem haben wir denn den jahrzehntelange Niedergang der Stadt zu verdanken?
Wem den höchsten Steuerfuss der Region?
Ein Bevölkerungswachstum, das wie in den letzten Jahrzehnten nur in der Agglomeration stattfindet, während die Stadt stagniert?
Sind durch NFA und Ausgleich der Zentrumslasten auf Almosen Auswärtiger angewiesen, weil wir scheinbar trotz mehr Arbeitsplätzen als Einwohner als armengenössig gelten?

Und dann kommt die FDP noch mit ihrer IG-Engpass und tritt national als Heulsuse auf: Wir wollen auch noch ein paar Milliarden vom Bund.
Damit die Zersiedlung trotzt Volkeswille in unserer Region weiterhin zunimmt mit entsprechenden Mobilitätskosten für die Region und den Kanton.
Während im Rest der Schweiz selbst Kleinstädte grosse Bevölkerungszuwächse verzeichnen.
Und das soll noch mittels Mobilitätsinitiative forciert werden. Damit Zürcher, Basler und Genfer noch mehr chrampfen müssen, um uns am Leben zu erhalten.
Sind ja nicht die Städter die die städtischen Strassen jeden Morgen und Abend bis zur Kapazitätsgrenze ausreizen.

Die FDP soll lieber endlich mal dafür sorgen, dass auch die Agglomeration für genügend Arbeitsplätze in der Region sorgt. Das nicht nur der Stadt zu überlassen, aber sich gerne am stadtfinanzierten Steuersubstrat zu laben.

Eine Stadt, wo Kinder für ein paar Hundert Meter einen Leuchtstreifen überziehen müssen, um in den Kindergarten zu gelangen, hat die Verkehrspolitik versagt.
Wo ist deren freie Wahl des Verkehrsmittels?
Das Elterntaxi statt zu Fuss?
Riesige Integrationskosten an Schulen, wo immer mehr beim Kindergarteneintritt nicht deutsch können, weil Kinder den hiesigen Dialekt nicht mehr auf Quartierstrassen von Einheimischen lernen können sondern auf Deutschkurse angewiesen sind.
Etc.

Ich würde auch gerne FDP wählen, weil mir die Freiheit eines der höchsten Güter ist.
Aber eine FDP, die die persönliche Freiheit über die Kosten und Einschränkung der Freiheit der Mitmenschen stellt?
Nie!
FDP: betriebswirtschaftlich super, volkswirtschaftliche Nulls.
Da sind die Grünen weit überlegen.

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