Dichtestress im Quartierpärkli

Ärger in der Quartieroase

Bei uns im Quartier wird bereits 5.-Klässlern in der Schule durch Verkehrsinstruktoren und Quartierpolizist eingeimpft, dass der Aufenthalt auf Spielplätzen für sie ab jetzt verboten ist.
Scheinbar verhält es sich bei Erwachsenen anders, selbst wenn nicht in Begleitung von Kindern.
Kein Wunder zieht es die Quartierjugend in die Innenstadt, wenn es keine Aufenthaltsmöglichkeiten im Quartier gibt.
Die Jugendtreffs sind ja auch mehr geschlossen als öffentlich zugänglich.
Wenigstens gibt es bei uns bald einen Quartierpark, was ein riesiger Mehrwert für die Bewohner bedeutet. Wenn sich dann jedermann, jederzeit unbeschränkt dort aufhalten darf. Auch wenn ein Radfernfahrer, Pilger oder Obdachloser auf einer Parkbank im Schlafsack übernachtet.
Hauptsache jedes städtische Wohnquartiersträsschen ist jederzeit für jedermann unbeschränkt motorisiert befahrbar?

Dann streitet sich noch die Quartierbevölkerung im QV Südost um wenige Aren öffentlichen Raum, ruft dafür noch einen runden Tisch ins Leben.
Während gleichzeitig ganze Quartierstrassen für das Abstellen von leeren Fahrzeugen missbraucht wird. Überbreite und übergeordnete Strassenzüge mitten durch städtische Wohnquartiere praktisch nur für ortsfremde Vorbeifahrende reserviert sind.
Bei 50 km/h interessiert die weggeworfene Spritze oder der Zigarettenstummel 5 m daneben nicht. Aber einen Anwohner schon.

Wieso ist nicht einmal die Linsenbühlstrasse wenigstens von Singenberg- bis Speicherstrasse schon längstens für den motorisierten Durchgangsverkehr gesperrt?
3-4 Kurzzeitparkplätze für Anstösser und Zubringer reichen doch.
Man hätte unendlich viel Platz für lauschige Plätze mit Bänken, Sandkasten, Wippen, Brunnen, Spritzenautomaten, Aschenbecher etc.

Wer in der Stadt wohnt und ein Auto haben will oder in die Stadt fahren will, der soll seine private, persönliche Entscheidung Abstellen des Fahrzeugs auch privat und persönlich organisieren. Und nicht von der Stadt erwarten, dass sie wertvollen öffentlichen Raum möglichst billig zur Verfügung stellt (s. Kosten pro Parkplatz Schibenertor).
Diese Fünfer- und Wegglimentalität gehört aufgrund der vielfältigen Nutzungsbedürfnisse öffentlichen Raums endlich in die Schranken gewiesen. Wäre Zeit, dass die linken Mehrheiten endlich (Wert-)haltung zeigen.
Wieso ein knappes Gut nicht marktwirtschaftlich bewirtschaften?

Wir brauchen keinen öffentlichen Ordnungsdienst, sondern mehr Möglichkeiten zur Sozialkontrolle (statt diese auch noch Wegzuweisen) vor der eigenen Haustüre. Zum Ausbrechen aus der Anonymität der Stadt, die der auswärtige Autoverkehr bei uns verursacht.
Quartierbewohner sind Stammkunden (auch des städtischen Gewerbes).

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