Der Abschied vom Haus im Grünen

Quelle: Der Abschied vom Haus im Grünen | St.Galler Tagblatt Online

Ist die Folge guter Erreichbarkeit: man ist genauso schnell wieder weg.

Quellensteuern nicht nur an Landes- sondern auch an Gemeindegrenzen.
Wieso soll ein Appenzeller gegenüber einem Vorarlberger bevorzugt werden?

MEI an der Gemeindegrenze.
Zumindest für Lehrstellensuchende.

Hauptstadthass?

Wieso hat dann der Stadtparlamentarier UND Kantonsrat noch keinen Antrag auf Kantonsaustritt gestellt, wenn diese uns nicht zu ihnen gehörig fühlen?
Was wäre die Ostschweiz ohne die Stadt St. Gallen?
Zürcher, Basler, Genfer etc. müssten noch länger arbeiten, um uns durchzufüttern als bereits jetzt die 1´000 Fr. pro Kantons-St. Galler NFA.

Das Städtegejammere kann ich nicht mehr hören. Sie hätten es selbst in der Hand.
Aber dann noch eine Sonderbauzone für Einfamilienhäuser auf Stadtgebiet genehmigen.
Hüttenwies-Quartier in St. Gallen
Gibt es sowas auch in Winterthur, Zürich, Bern, Basel oder Genf?
Nicht an denen darf sich die Stadt um Zuzug von Unternehmen messen sondern wird mittels schweizweit einzigartigem Finanzausgleich mit Arbeitsplatzbeschaffungsverweigerungsgemeinden in der Agglo in Konkurrenz gesetzt.

Oder verhungern die Städter, wenn Mörschwiler wie 1848 kein Getreide mehr für sie anbauen?
Was ist uva. an den beiden Appenzell für unser Land so relevant, dass die je einen Ständerat stellen dürfen, während Städte wie Zürich, Winterthur, St. Gallen, Lausanne etc. offensichtlich für unseren Staat unwichtig sind?

Oder liegt dem „Arsch vorbei“-Politiker die Landbevölkerung mehr am Herzen, weil er der Stadtbevölkerung Stadtleistungen zum selben Preis anbietet aber ihnen noch zusätzlich Defizite durch konkurrenzlos hohen Steuerfuss aufbürdet?
Können Städter in ihrer Stadt billiger Bus fahren, ins Hallenbad, ins Kunstmuseum, ihr Auto parkieren etc. als Nichtstädter?

Oder fühlen sich links(-grüne) Städtemehrheiten immer noch zu wenig von bürgerlichen Kreisen akzeptiert?
Ist wie bei der Geschlechtergleichstellung. Dafür bräuchte es auch zuerst mal ein paar 1000 Jahre Matriarchat, damit endlich ein Aha-Erlebnis geschieht.

Wir Städter zahlen nicht nur massiv mehr Steuern, sondern auch mehr für Strom, Krankenkasse, Wasser, Abfallentsorgung etc.
Städter zahlen für den Lifestyle der Dörfler

Reicht wenn man an der Kreuzung beim Waaghaus wartet. Da merkt man wer für die Stadtoberen höhere Priorität hat: der Mörschwiler Bus, der Rehetobler Bus, das Trogenerbähnli etc. aber nicht der einheimische Velofahrer.
Dito Autobahnausfahrten:

PS: den genannten Politiker könnte man genauso durch andere Parlamentarier ersetzen und erst Recht durch den „vielbeschäftigten“ und trotzdem noch doppelberollten Stadtpräsidenten (andere fähige Leute für den Kantonsrat hat die FDP Stadt scheinbar nicht; dessen Engagement dort hat uns ja nur lächerliche Sparprogramme auf Kosten der Ärmsten beschert; so viel Stillstand resp. Rückschritt gehört endlich zurückgetreten).

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5 Antworten zu Der Abschied vom Haus im Grünen

  1. Etrit schreibt:

    …weil man das nicht einfach so auf Antrag hin machen kann. Für einen Austritt der Stadt aus dem Kanton bräuchte es eine schweizweite Volksinitiative – 100’000 Unterschriften und dann das Mehr der Bevölkerung und Stände, genau wie damals beim Jura. Die Idee bewegt mich schon länger, eher als Halbkanton, aber ich bin auch nicht der erste: Anscheinend hat Franz Welte (SG-Nachrichten) schon in den Siebzigern laut darüber sinniert…

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  2. gallenblog schreibt:

    Ginge auch mit einer Motion zu einer Standesinitiative.
    Reicht die Wellen die man wirft.

    Mitstreiter sollte es doch auch im Städtebund haben.

    Wichtiger ist mir die Erkenntnis, dass Städte auch anders könnten, z.B. wenn sie sich wie Agglomerationsgemeinden verhalten würden. Resp. die Einforderung von Solidarität, die wir Städter tagtäglich ihnen gegenüber bringen.
    Gibt es in der Region irgendeine Gemeinde, die Einheimische Auswärtigen gleichstellt ausser der Stadt?
    Im Hörnlibuck hat es Schilder, dass der Zutritt nur für Bewohner von Staad und Rorschacherberg erlaubt ist. Stell dir den Aufschrei vor, wenn die Stadt ähnliche Schilder in den Weiheren aufstellen würde?

    Dass selbst ein langjähriger und verdienter Parlamentarier seine Emotionen mittels Hatespeech auf Socialmedia Ausdruck verleihen muss, sollte dem Hinterletzten in unserem Land über die Gerechtigkeit unserer Staatsform zu denken geben.
    Oder braucht es nochmals 40 Jahre Problemwälzen?

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  3. Etrit Haslet schreibt:

    Ich kann gar nicht anders fragen als: häää? Also mal der Reihe nach:

    1. Der Sonderbauzone für Einfamilienhäuser habe ich nicht zugestimmt – ich bin (wie du glaubs auch) der Ansicht, dass Einfamilienhauszonen eine Verschwendung knappen Bodens ist. Es gab dazu vor Jahren auch mal eine Idee von Ivica Petrusic (danals Präsident von Second@s Plus, diese schweizweit verbieten zu lassen).

    2. Die Idee, eigene Ständeräte für die grossen Städte einzuführen, feiere ich bis heute ab. Sie stammt übrigens von einem ehemaligen Zürcher SP-Stadtpräsidenten.

    3. Inwiefern ich im Kantonsrat die Anliegen der Landbevölkerung jenen der Stadt bevorzuge, müsstest du mir dann schonmal noch an einem konkreten Beispiel aufzeigen. Bzw. von was für „Dienstleistungen“, die ich irgendwem anbiete, sprichst du? Ich verdiene mein Geld nach wie vor mit Kultur, nicht mit Politik und am allerwenigsten damit, den Landgemeinden irgendwelche Dienstleistungen zu erbringen… Oder bin gar nicht ich gemeint? Meinst du Peter Jans? Der nicht im Kantonsrat ist? Aber ganz abgesehen davon: Komm mal in den Kantonsrat, insbesondere wenn’s um Geld geht. Du kannst dir den Hauptstadthass, der uns dort entgegen schlägt, kaum vorstellen, wenn du das nicht mal live erlebt hast.

    4. Mich durch Thomas Scheitlin ersetzen zu lassen, find ich eine tolle Idee – leider ist der ja schon im Kantonsrat. Aber es wäre nicht so, dass ich die Arbeit gern mache – ich mache sie, weil es ein paar tausend Leute gibt, die glauben, dass ich ihre (städtischen) Anliegen besser vertrete als andere. Dass die Stadt aufgrund der etwas absurden Ziehung der Wahlkreise (in den USA nennt man das Gerrymandering) ohnehin krass untervertreten ist, ist auch eine Tatsache.

    5. Vorstösse einfach für die Wellen die man wirft, sind nicht mein Ding. Das mag Stilfrage sein, aber ich nehme die parlamentarische Politik (vielleicht auch ein bisschen zu) ernst. Ich stehe schon genügend im Rampenlicht – ich muss nicht auch noch Verwaltung und Rat mit chancelosen Ideen beschäftigen.

    6. Zeig mir mal die Schilder im
    Hörnlibuck. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das rechtens ist. Kann man aber gern mal prüfen, wenn die wirklich da stehen.

    7. „Hatespeech“? WTF? Wie bist du denn letzthin so drauf? Erst der Aussetzer mit dem Rechtsextremismus, jetzt „Hatespeech“? Come on…

    Langer Rede kurzer Sinn: Du weisst, och schätze deine Inputs, aber ich weiss echt nicht, worauf du hier im konkreteb raus willst. Dein Post ist eine ziemlich wirre Mischung aus verschiedensten Themen und du schiesst auf die Falschen. Kann sein, dass ich einiges falsch verstanden habe, aber bitte klär mich auf.

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  4. gallenblog schreibt:

    1. Nicht nur wegen der Bodenknappheit, sondern auch wegen Werthaltung. Etwa genauso wie alleine im Auto hocken. Solchen Separationismus/Egoismus ist mir zuwider.
    3. Bsp. der Eintrittspreis ins Hallenbad Blumenwies ist nicht kostendeckend. Wer zahlt die Differenz? Nur ein kleines Beispiel wie grosszügig und solidarisch die Stadt gegenüber allen ist.
    4. Meinte ich mit ersetzen: dich aus dem Rampenlicht zu nehmen. Wäre eigentlich Pflicht jedes gewählten Politikers sich wie du für die Bürger fassbarer zu machen. Nicht wie andere nur vor den nächsten Wahlen.
    7. Seine Ratskollegen öffentlich als Hauptstadthasser zu bezeichnen ist für mich respekteinflössend

    Mir gehts darum, die Zusammenhänge aufzuzeigen. Dass die Ostschweiz ohne die Stadt St. Gallen kaum überlebensfähig wäre. Dass das Wohl der Region vom Wohl ihrer Hauptstadt abhängt. Oder sollen wir für mehr Steuereinnahmen auch nur noch Villen auf der grünen Wiese bauen und die Arbeitsplatzbeschaffung anderen überlassen?
    Wer bin ich denn, dass ich mir anmasse gerade deine parlamentarische Arbeit zu kritisieren.
    Im Gegenteil. Ich erwarte auch von anderen Gewählten, dass sie wie du jederzeit öffentlich zu ihrer Werthaltung stehen und nicht ständig auf ihre Wiederwahlchancen schielen.
    Dass ich Mühe habe, mich verständlich auszudrücken, musst du mir nicht ständig unter die Nase reiben. Das weiss ich selbst. Politik ist kein Schlagfertigkeitswettbewerb. Muss man Germanistik studiert haben, um seine persönliche Meinung öffentlich kundtun zu dürfen?

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  5. Etrit Hasler schreibt:

    Alles gut, dann warens grösstenteils Missverständnisse – und ich wollte dir nix unter die Nase reiben, ich war mir nur plötzlich nicht ganz sicher, was als konstruktive Kritik und was als Frust zu bewerten war. Da gehts auch nicht un sprachliche Mängel, das ist mehr eine Frage der Tonalität – und eher mein Fehler, da ich mich im Netz meist ruppige Diskussionen gewöhnt bin. Verzeih mir, wenn ich da überempfindlich reagiert habe.

    Die Problematik der ungedeckten zentralörtlichen Leistungen ist natürlich altbekannt – wobei man immerhin sagen kann, dass die St.Galler Gemeinden einen (eher kleinen, zugegebenermassen) Teil daran über den innerkantonalen Finanzausgleich bezahlen. Da sind die Ausserrhoder schon problematischer.

    Das tragische in dieser Frage ist ja, dass sich alle Parteien auf Stadtgebiet mehr oder weniger einig sind, was das Problem ist – aber dass wir gegenüber dem Kanton viel zu schwach sind, etwas nachhaltig verändern zu können. Was die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit betrifft, sind wir eben leider nicht in derselben Situation wie zB Zürich, wo der Kanton ohne die Stadt kaum lebensfähig wäre – dafür ist das Rheintal zu wirtschaftsstark. Und das Misstrauen der Landgemeinden (wohl auch historisch bedingt) gegenüber den vermeintlichen Vögten aus der Hauptstadt zu gross – so war auch der „Hass“begriff gemeint: nicht als Unterstellung an Einzelpersonen, sondern als Feststellung eines Wahrnehmungsproblems.

    Es ist nicht so, dass ich deswegen die Landgemeinden irgendwie verachte oder gering schätze – aber die Frustration über die verfahrene Situation ist bei mir genauso hoch derzeit wie bei dir…

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