Zu dumm für Erziehungsverantwortung

Hauptsache für Minderbemittelte macht man sich für den „Traumjob“ Kassiererin stark. Damit sie damit noch knapp ihre Kinder über die Runden bringen.
Ganztags Waren im Sekundentakt über den Scanner zu ziehen scheint immer noch viel interessanter als den Mittwochnachmittag mit seinen Kindern im Wald zu verbringen.
Oder ist das nur noch ein Privileg der Besserverdienenden?
Wieso keine existenzsichernde Kinderzulage?
Kinder muss man sich leisten können?
Freie Wahl der Betreuungsart, wie sie vor ein paar Jahren von Fremdbetreuungssubventionsjägern gefordert wurde, gilt nur noch für die mit genügend dickem Portomonnaie.
Behinderte, Sonder-, Klein- und Realklassenschüler sollten am besten bereits nach Abschluss der obligatorischen Schule sterilisiert werden? Damit sie ja keine Kosten verursachen.
Damit hat ja die Schweiz jahrzehntelange Erfahrung, die es offensichtlich zu nutzen gilt.

In Elternbildung, -erziehungsunterstützung, -mitspracherechte zu investieren bring halt keinen kurzfristigen Steuerertrag sondern nur langfristige volkswirtschaftliche Kostenersparnis.

Nicht einer im Parlament denkt an den täglichen Beschaffungs- und Organisationsstress einer alleinerziehenden, schlechterqualifizierten, minderbemittelten Mutter.
Und wenn sie sich beim Sozialamt meldet, gibts erniedrigende Überwachung und Überprüfung bis auf die nackte Haut inkl. Peilsender, wie der Nationalrat heute beschlossen hat.

Erschreckend wenn man liest, wie abgehoben unsere Stadtparlamentarier und -räte politisieren. Als wäre die Schweiz ein eigener Planet bestehend nur aus Mehrbessern.
Singt doch mal die Internationale für die berufstätigen Mütter im Kongo statt auf Facebook mit euren geilen Flugreisen zu prahlen.

Und der Gipfel:
Die respektlose Diskriminierung von Kindern. Was die wollen ist offensichtlich irrelevant. Sind nur noch Opfer der Selbstverwirklichungsträume von Erwachsenen.
Zum Glück denkt die Mehrheit der Eltern nicht so, und ist gerne bereit auf Einkommen und Karriere für einmalige Lebenszeit mit Kindern zu verzichten, wenn sie es sichs leisten können.
Was für Väter immer mehr gefordert wird, wird für Mütter als Klotz am Bein dargestellt.
Darum werden diese immensen Fremdbetreuungsinvestitionen niemals wertschöpfend sein.

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