Land- vs? Stadtlehrer

Es rumort in den Schulen
Lehrer wollen nicht aufs Land

Landlehrer hätten es besser?

Dann sollen doch diejenigen Lehrer aufs Land, wo SVP und FDP regieren.
Aber plötzlich in der Stadt die SP-Kandidaten unterstützen?
Welche Schulentwicklung braucht es, wenn 99,9 % homogene Urschweizer sind?
Was Landgemeinden machen ist einzig und allein die Vorgaben des Kantons einhalten.
Die Richtung der Schulentwicklung umsetzen:
Unterrichten auf hohem Niveau
Kölliker sagt «welcome» zum Konzept(2013)
Englisch in drei Niveaugruppen, Mathematik im Teamteaching, keine Probezeit mehr: Die Oberstufe Gossau hat aufgrund neuer kantonaler Vorgaben ihr Konzept überarbeitet (2012)
…neuen Oberstufenmodell Neigung der Schule Herisau (2010)

Statt millionenteuren Projekten könnte man von Erziehungsdirektoren und Parteifreunden aus anderen Kantonen lernen (z.B. Oscar Freyensinger, Erziehungsdirektor VS SVP), die das schon seit 22 Jahren praktizieren: Gesetz über die Orientierungsschule.
Oder wollen kritisierende Lehrer lieber solch einen Führungsstil, wo nicht diskutiert sondern nur angeordnet wird?

Wichtig ist doch die höhere Durchlässigkeit der Stufen, um sie irgendwann ganz abzuschaffen.
Ein Schüler hat auf Sekniveau 5.9 in Mathematik, ist aber in allen Sprachfächern ungenügend.
In der Stadt St. Gallen wird er aufgrund ungenügendem Notendurschschnitt in den „Kernfächer“ der Realschule zugewiesen. Gibt ja keine städtische Talentschule in Mathe.

Während die Landgemeinden in die individuelle Bildung investieren, wird in der Stadt St. Gallen Steuergelder für die Organisation von Separation ausgegeben.
Zusätzliche Bildungsausgaben, ohne dass ein einziger Schüler gebildeter die obligatorische Schule abschliesst.
Wo ist die Schulentwicklung von unten, wo ist die Initiative des Lehrerverbands?

Stadt und Konfessionsteil einigen sich
Werden nun an öffentlichen Schulen Real- und Kleinklassenlehrpersonen entlassen und an der Flade Sekundarlehrpersonen, um sie an der jeweils anderen Schule neu zu evaluieren?
Oder wird die Flade aus- und die öffentlichen Oberstufen abgebaut?
Warum werden die städtischen Oberstufen bereits 2017 neuorganisiert, wenn auf 2019 zu erwarten ist, dass ca. 9 Klassen zur Flade abwandern (Die Flade könnte laut Stadler bis etwa 500 (statt heute 310) städtische Schülerinnen und Schüler beschulen).
Wenn 30% an die Flade gehen, und viele noch an andere Oberstufen wie Untere Waid, Friedberg, Steinerschule, Freie Stadtschule, Untergymnasium, Ortega, Business-School, SBW etc., brauchen wir dann für eine Minderheit noch so ein aufgeblähtes hierarchisches System, wenn das andere selbstorganisiert kostengünstig lösen können?
Da kann man ja gleich Bildungsgutscheine auf der Obstufen einführen.
Oder wenigstens mit dieser Neuorganisation 2017 gleichzeitig ein zeitgemässes Bildungssystem einführen statt nochmals 10 Jahre zu warten und dann über 30 Jahre hinter den Wallisern (s.o.) hinterherzuhinken.
Und dann lobt man noch Stadtrat Buschor für diese jahrelange teure Hinhaltetaktik?

Sicher haben städtische Schüler einen hohe Heterogenität (was Schulentwicklung noch dringlicher macht), aber genauso auch in Basel, Zürich oder Genf.
Aber warum schaffen es diese, jeden vierten oder sogar dritten Schüler eines Jahrgangs nur allein zur gymnasialen Matura zu bringen?
Und die kennen auch das duale Bildungssystem mit u.v.a. Fachmittelschulen und haben verhältnismässig auch nicht mehr Jugendarbeitslosigkeit als wir.

Die nicht vorhandene Schulentwicklung in der Stadt ist eine Verweigerung der Akzeptanz von urbaner Multikulturalität.
Die fehlende Einsicht, dass die Ressource Heterogenität die kollektive Intelligenz erhöht.
Kein Wunder wenn man den quartier- d.h. ortsfremden Wohnort vieler Lehrkräfte betrachtet auch von vielen Stadtparlamentariern.
Viele sind mit der grossen Heterogenität der Schüler in der Stadt schlichtweg überfordert.
Darum auch das teure, aber offensichtlich nutzlose Programm „Fit für die Vielfalt“.

Für mich ein Zeichen mangelndem Respekt vor dem sozial erzwungenenmassen, unmündigen Individuum.
Dass für Generäle und Offiziere Soldaten nur Schachfiguren sind.

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