Die Quittung

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Der Traum von der Grossstadt St.Gallen

„Es zeigt sich, dass die Kantonshauptstadt innerhalb der Region noch ungünstiger liegt als im Vorjahr, da einige Gemeinden Steuerfuss-Senkungen haben vornehmen können.“

„…,dass in allen Regionsgemeinden nicht die geringsten Ansätze für ein Zusammengehen bestünden. Der neue «Wirksamkeitsbericht» des Kantons zum Finanzausgleich lässt überdies keinerlei Absichten zur Entlastung der Stadt erkennen, womit Eingemeindungen gefördert werden könnten.“

Nun haben wir die Quittung:

Warnsignale aus Bundesbern
„Die Ostschweiz droht bei der Vergabe von Bundesgeldern künftig leer auszugehen, wenn sie nicht zusammensteht.“

Die Ostschweiz geht leer aus
„Der Schweizer Innovationspark startet ohne Netzwerkstandort Ost. Der Bund hat die Bewerbung der Kantone St.Gallen, beider Appenzell und des Fürstentums Liechtenstein abgelehnt.“

Ein deutliches Zeichen, dass die stadträtliche und parlamentarische Mehrheit (dito Kanton) mit ihrer Meinung kläglich gescheitert ist.
Mit deren ständigen Forderung nach stadtfinanziertem roten Teppich für die ganze Agglo in Form von noch mehr Parkplätzen, noch mehr öV, noch mehr Infrastrukturkosten zu Lasten des städtischen Steuerfusses und zu Gunsten der ganzen Region haben sie die ganze Ostschweiz ins Hintertreffen gebracht.

Aber unser Stadtpräsident verkennt weiterhin die Realität:
„Wie andernorts hat in St. Gallen das direkte Umland anders abgestimmt als die Stadt: Beunruhigt Sie dieser Stadt-Land-Graben?
Scheitlin: Er beunruhigt mich insofern, als die Wichtigkeit der Stadt nicht anerkannt wurde und man gemeinsam nichts erreichen konnte. Wir verstehen uns als Grossraum und haben eigentlich ein gutes Verhältnis.“

Und wo ist der Kantonale Volkswirtschaftsdirektor Benedikt Würth mit Bundesratsambitionen? Im Dornröschenschlaf? Ist obiges sein bisheriger Leistungsausweis?

Und die beiden Appenzell? Deren Tiefsteuerpolitik verdankt sie einzig und allein der Stadt.
Ausser vielleicht noch Herisau, das vor ähnlichen Problemen steht wie die Stadt und darum ein willkommener Fusionspartner wäre.
Was meint deren Ständerat Andrea Caroni dazu? Dessen neustes Steckenpferd der Vaterschaftsurlaub ist, damit die Wirtschaft kein Millimeter flexibler werden muss.

Das interessiert die Mehrheit der politisch Verantwortlichen, zumindest in der Stadt, überhaupt nicht.
Dauerthema und alles dominierende in der Stadt ist der Verkehr (s.o. Scheitlin: Agglomerationsprogramm, als wäre die Stadt nur Agglomeration). Und mit ihrer Eindimensionalität treiben diese Mehrheiten den ganzen Rest vor sich her.
Dabei sind wir laut eigenem Bekunden eine Stadt der kurzen Wege.

Und ein Stadtpräsident mit so einem hundslausigen Leistungsausweis stellt sich dann noch zur Wiederwahl und erst noch ohne Konkurrenz?

Jetzt ist der Zeitpunkt, wo die Weichen für die Zukunft gestellt werden.
Wollen wir eine Wirtschaftmetropole oder ein namenloses Provinznest sein?

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