Totalitäre Verkehrspolitik

Mehr Sicherheit für Velofahrer

Wer hier auf Sicherheit aus ist, der steigt vom Velo ab und schiebt sein Fahrrad über den Fussgängerstreifen.
Was sollen darum wieder abertausende Franken für ein Velolichtsignal?
Und dann noch eine Mittelinsel.
Ein sicherheitstechnisches Nogo für alle despektierlich genannten Langsamverkehrteilnehmer. In Frankreich sprechen sie von der Mobilité douce oder in Italien vom Traffico sostenibile.
Damit man in einer Grünphase als Velofahrer nur die halbe Strasse überqueren kann, während Autos die ganze Kreuzung?
Sicher obercool mitten auf einer übergeordneten Strasse zwischen winzigen Randsteineninseln zu stehen, während cm vor und hinter einem tonnenschwere Fahrzeuge mit 50 km/h vorbaurauschen.
Dann gilt noch für Fussgänger gemäss Bundesgesetz, dass von linkskommende Autos erst anhalten müssen, wenn man auf der Mittelinsel steht. Wie soll ein Kindergärtner mitten auf der Strasse auf weniger als einem Quadratmeter still stehen können?

Hier gehts nur um eines: wie man alles autogerecht konstruieren kann.
Autogerechter Veloverkehr, autogerechter Fussgängerverkehr, autogerechte Wohnquartiere, autogerechte Stadt.

Alles um die Mehrheit der auswärtigen Autofahrer zum Nachteil der Stadtbewohner zu bevorzugen.
Hat ein städtischer Autofahrer Freude, wenn er im Stau am Lichtsignal steht, der von 4/5 Auswärtigen verursacht wurde, wenn der Grossteil der städtischen Parkplätze von Agglos besetzt sind.

Hauptsache Stadtpräsident Scheitlins ehemalige Fladen- und HSG-Kollegen, jetzt wohnhaft in der steuergünstigen Agglo, haben freie Fahrt zum Arbeitsplatz in der Innenstadt.
Und dem wird alles untergeordnet.

Wer hat denn die kürzlichen Verkehrskontrollen von Velofahreren angeordnet?
Vom Polizeisprecher Roman Kohler erfährt man nichts:
FireShot Screen Capture #165 - 'Stadtpolizei St_Gallen' - www_facebook_com_StapoSG__ref=ts&fref=ts

Ich habe die Nase voll: 90% unserer Verkehrsfläche wird von Auswärtigen gratis benutzt und wir Städter haben uns danach zu richten und vor allem nichts zu sagen.

Und die Mehrheiten in Stadtrat und -parlament wollen das, weil sie offensichtlich das Heil der Stadt in der Agglo statt in der Urbanität sehen.
Wer solche Standortpolitik betreibt, soll sich bitte um ein politisches Amt in Obwalden, Jura oder Prättigau bewerben.
Urbane Wirtschaftszentren stehen global bereits genug unter dem Joch der von ihnen subventionierten Landbevölkerung.

P.S. Ich fahre stadtauswärts über die Lavaterstrasse-St. Leonhardsstrasse. Nur muss man da als Velofahrer warten bis die Autofahrer grün haben, nicht mal gleichzeitig mit den Bussen kann man losfahren, um dann auf dem Trottoir! auf der St. Leonhardsbrücke weiterzufahren. Da reicht doch ein für Velofahrer. Man kreuzt ja nur den Fussgängerstreifen. Hat doch da weniger Fussgängerverkehr als am Bohl.
Aber man kann wiederholt das Bauamt darauf hinweisen. Denen ist das sch..egal. Ist vielleicht einfach zu billig. Und von irgendwelchen Stadtlölis lässt man sich beim Ausleben der Chefallüren nicht dreinreden.

 

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