Hauptsache unterwegs?

Interpellation schriftlich SP/JUSO/PFG-Fraktion: Mobilitätskonzept umsetzen #1: Quartierverträglicher Verkehr

Dem Bauamt fehlt Kapazität?
Nach der gewonnenen Abstimmung ist wohl klar, dass alles auf den Ausbau von 3. Röhre und Spange gerichtet ist. Man will doch dem Bund ein fixfertiges Projekt präsentieren, damit man in der Prioritätenliste nach oben rückt.
Bei dem zu erwartenden Geldsegen aus Bern für die einheimische Baulobby, kann auf Peanuts nicht auch noch Rücksicht genommen werden.
Wegen den paar Milliönchen für den Langsamverkehr lockt man keinen Lobbyisten hervor.

Warum brauchts überhaupt mehr Kapazität im Bauamt?
Fragt doch die Velofahrer und Anwohner selbst. Die wissen wo der Schuh drückt. Was für Verbesserungen man machen könnte.
ProVelo oder wenige Quartiervereine machen doch all paar Jahre eine Umfrage diesbezüglich.
Liegen diese Unterlagen nicht irgendwo in einer Schublade des Baumtes?
Dabei wäre es doch Aufgabe der Stadt, auf die Bürger zuzugehen, von ihrem Fachwissen zu profitieren.
Oder muss man da externe Fachleute beschäftigen oder gar eine App benutzen, wenn die Ressourcen in der Bevölkerung bereits vorhanden wären?
Darauf beruht ja die föderalistische Demokratie.

Wieso nicht das ganze Gebiet vom Neudorf bis zum Waaghaus nördlich der Rorschacher Strasse zum Fuss- und Radweg erklären oder alle Gebiete ausserhalb von übergeordneten Strassen und nur noch die Ausnahmen bezeichnen?
Das lag doch schon vor der Autobahneröffnung 1987 versprochen auf dem Tisch.
Statt jetzt nur ein bisschen Tempelacker. Was soll das Flickwerk? Ein Strässchen hier, ein Strässchen da. Das ist doch keine Politik.

Was nützt der Stadtbevölkerung grosszügige Begegnungszonen hauptsächlich in der Innenstadt? Da wohnen ja sowieso mit Abstand am wenigsten Leute.
Wieso kann ich das nicht bei mir im Quartier vor der Haustüre haben? Muss ich dafür zuerst auf den hochsubventionierten Bus?

Was soll das sture Festhalten an Tempo 50 auf sogenannten übergeordneten (eine föderalistisch-demokratisch fragwürdige Bezeichnung) Strassen.
Muss man auf der Geltenwilerstrasse zwischen den Lichtsignalen auf 50 beschleunigen? Oder würde da eine Tieftempozone nicht auch den Autoverkehr verstetigen und sicherer machen?
Selbst auf der Stadtautobahn wäre man mit 40 km/h oftmals besser dran, als wenn ein Überforderter werktags um 07.30 Uhr in die Tunnelwand fährt.
Aber hier geht es nicht um ökonomische Effizienz, Schnelligkeit, Sicherheit Leute von A nach B zu transportieren, sondern um extremistische Ideologie, die man mit persönlicher Freiheit verwechselt.

Die stimmberechtigte Bevölkerung hat bei der letzten Abstimmung gesagt, wo sie in den nächsten Jahrzehnten die verkehrpolitischen Prioritäten des Bauamtes sieht.
Das gilt es zu respektieren.

Ich würde jedoch bei den Schulwegen beginnen.
Investitionen in die Jüngsten sind immer am nachhaltigsten.

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