Bürokratie dank „Spar“-Politik

Da vernimmt man von Bezügern von Krankenkassen-Prämienverbilligung, also von Leuten, die wirklich nicht auf Rosen gebettet sind, dass sie plötzlich eine Rückforderungsrechnung von Jahre zurückliegenden Verfügungen erhalten.

Ob zu recht oder zu unrecht sei mal dahingestellt.

Viel mehr stösst sauer auf, dass es scheinbar in der kantonalen Sozialversicherungsanstalt SVASG Angestellte gibt, die nichts anderes tun, als weit zurückliegende Verfügungen zu kontrollieren. Bei jährlich 10´000nden Verfügungen.
Wieso ist es einer staatlichen Behörde nicht möglich von anfang an korrekte Entscheide zu fällen?
Hat das SVASG so viele Angestellte, dass die sich noch gegenseitig die Arbeit kontrollieren können?

Insbesondere Menschen der untersten sozialen Schicht sind wohl kaum fähig, die Korrektheit von behördlichen Verfügungen auf ihre Rechtmässigkeit zu kontrollieren und verlassen sich darauf.
Der Bürger hat aber nur 30 Tage Zeit um Einsprache einzulegen, während der Staat Jahre vergehen lassen kann.
Aufgrund der hohen Kosten eines Einspracheverfahrens sind die Ärmsten ja sowieso von allen rechtlichen Mitteln ausgeschlossen.
Da ist ja die Scharia noch liberaler.

Muss man als Bürger bald jede Rechnung, die man von Ämtern erhält, kontrollieren?

Da wird mir auch klar, warum bei der Prämienverbilligung so massiv gespart wird: das Heer an Staatsangestellten muss durchgefüttert werden.

Wäre ein bedingungsloses Grundeinkommen schön.
Das wäre nicht nur eine massive Entlastung von unzähligen entwürdigenden Bittgängen der Ärmsten, sondern könnte uva. 90% der Sozialversicherungsanstalt eingespart werden.

Aber die Erhaltung der Würde aller Menschen, ein schlanker Staat, Bürokratieabbau etc. wird von den meisten Parteien nicht gewünscht.

Hauptsache wir können uns eine EXPO leisten (kostet soviel, wie alle Gemeinden der Schweiz pro Jahr an Sozialhilfe auszahlen), meist leerstehende Verkehrsverbindungen, schöne Bahnhofplätze etc.
Politik von Reichen für Reiche.

Solidarität existiert offensichtlich in unserem Land nur noch dank missliebigen Zwangsabgaben.
Scheinbar fehlt den Menschen, die nicht in ständigem monetären Beschaffungsstress stehen, die nötige Empathie.
Dabei sind es genau die Ärmsten, die uns vormachen, wie man ohne riesigen ökologischen Fussabdruck zufrieden leben kann.

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