Ausbau Bildstrasse

Kantonsstrasse Nr. 44, St.Gallen, Geissberg-/Bildstrasse (1. Etappe); Vernehmlassung der Stadt St.Gallen und Beschlussfassung über den städtischen Kostenanteil als gebundene Ausgabe

War ja schon eine totale Fehlplanung die ganzen Shopping- und Industriezonen im Westen.
Da wurde einfach ein Stück Land verkauft ohne Synergien zu suchen.
Was da einer drauf gebaut hat, war ziemlich egal:
1- bis 2-stöckige Fabrik- und Einkaufsgebäude mit ein paar Meter Rasen drum herum. Und jedes eine eigene Parkieranlage.
Muss ein IKEA oberirdisch sein oder ist er oberirdisch, weil auch Tiefgaragen-Parkplätze benötigt werden?
Statt eine zentrale Sammelgarage für das ganze Gebiet zu erstellen.

Die heute vorhandenen Parkmöglichkeiten könnten auch besser genutzt werden.
Tagsüber für die Industrie; abends und am Wochenende für die Einkaufsläden.
Alles mittels gratis Shuttlebussen (resp. die vorhanden Linien sind von Westcenter bis Säntispark kostenlos) verbunden, finanziert durch Parkgebühren.

Aber es stellt sich wieder mal die Frage, ob das überhaupt nötig ist.
Der Verkehr hat in den letzten Jahren nicht zugenommen.
Im Gegenteil:

FireShot Screen Capture #093 - 'Geissbergstrasse, Knoten Russen' - www_stadt_sg_ch_home_mobilitaet-verkehr_verkehrspolitik_verkehrszaehlung_zs1_html

Es ist anzunehmen, dass vor allem Samstags diese Strasse überlastet ist.
99% aller hocken während ihrer Freizeit auf der Bildstrasse im Stau.
Wenn ihnen zwischen Ikea und Interio 10 Minuten mehr Fahrzeit/Freizeit zu viel sind, dann sollen sie halt Stunden auf Teerstrassen konzentriert in der Kiste hocken für die Fahrt ins Möbelhaus nach Konstanz.
Ist doch jedem seine eigene Sache, wie er seine Freizeit verbringt.
Volkswirtschaftlich ist die Investition in diesen Strassenausbau sowieso irrelevant.
Vor allem da total überdimensioniert für 2-3 Stunden pro Woche.

Der öV steht im Stau, weil die vorhandene Strassenfläche so ineffizient, d.h. unwirtschaftlich genutzt wird.

Finanziert wird das Ganze noch zusätzlich durch den Bund (Agglomerationsprogramm).
Ist es eine nationale Aufgabe den Freizeitverkehr auf unserem Stadtgebiet zu finanzieren?
Ist die Stadt St. Gallen nur noch Agglo? Agglo von wem?
Oder müssen wir Städter wieder zahlen, weil die Agglos auf Stadtgebiet Staus verursachen?
Wenn es in diesen Parkhäusern wenigsten vergünstigte Einheimischenparkplätze gäbe.
Oder wie wird der städtische Anteil finanziert, resp. wo wird das bei den Stadtbürgern eingespart?

Die städtischen (und auch kantonalen) Bürgerlichen sind ja immer an vorderster Front, wenn es darum geht, in Bundesbern die hohle Hand zu machen.
Und sowas nennen die noch Eigenverantwortung?
Da wird von einem Sozialhilfeempfänger mehr erwartet.

Wir haben ja 35 Millionen Überschuss.
Da könnten wir das ja auch selbst finanzieren.
Das Problem besteht vor unserer eigenen Haustüre.
Aber bei selbst Verdientem wird mal schnell mal schmörzelig.
Dafür zeigt man sich mit fremden Geldern gerne grosszügig.

Die ganze Planung wird schon ein Grossteil des Stadtanteils verschlungen haben.
Für sichere und attraktive Schulwege im Quartier fehlt dafür Zeit und Geld im Bauamt.

Advertisements

Über gallenblog

gallenblog@gmail.com
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s