Nutzloses Jahrhundertwerk

Die Gegner der Güterbahnhofinitiative sprechen von einem Jahrhundertwerk für zukünftige Generationen.
Die gleichen Sprüche hat man bereits vor 30 Jahren gehört, als es um den Bau der Stadtautobahn ging.
Und was für blühende, wohnliche Quartiere, Rad- und Fusswege, Ruhe etc. damals versprochen und bis heute nicht eingehalten wurden.
Ständerat Rechsteiner könnte da sicher noch aus dem Nähkästchen erzählen.
Nicht mal eine Generation haben diese Sprüche verhebt.
Eigentlich sollten Leute mit höchsten 50 Jahren gar nicht abstimmen dürfen, da es sie nicht mehr betreffen wird.
Während die jüngste Generation, die jeden Tag auf Schulwegen und in der Freizeit vom Verkehr erdrückt wird und darum sich hauptsächlich asozial in Bussen oder sonst geschlossenen Räumen aufhalten muss, nichts zu sagen hat.

Solche Kosten, wie auch viele andere ähnliche, werden jedoch von der Studie des ASTRA nicht mitberücksichtigt.

Aus dem Schlussbericht des Astra PEB St. Gallen:

„Eine Variante kann als volkswirtschaftlich begründbar beurteilt werden, wenn sie mindestens ein Nutzen-Kosten-Verhältnis von 1.0 erzielt.“

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Wie aus obiger Grafik ersichtlich ist, erreicht keine der Varianten  ein nur annähernd begründbares volkswirtschafliches Nutzen-Kosten-Verhältnis.

Wobei bei der Null+-Variante (Dosierung mittels Ampeln):
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ein negatives Verhältnis resultiert, weil Reisezeitverluste wegen Wartezeit vor den Lichtsignalanlagen zu Buche schlagen.
Diese Verluste finden jedoch fast ausschliesslich auf Kosten der Freizeit statt (Berufspendler). Sie sind somit volkswirtschaftlich nicht von Bedeutung.

Diese Ampeln könnte man auch an den Stadträndern (Rehetobelstrasse bei Speicherschwendi, Martinsbrugg, Rorschacher Strasse bei Oberer Waid, Geissbergstrasse, Zürcher Strasse Höhe Schorethuebstrasse, Heiligkreuz etc.) aufstellen, um so einen allfälligen Stau auf die verkehrsverursachenden Nachbargemeinden zu verlagern. S. auch Teufener Strasse.

Und so den Druck zum Bau eigener Parkieranlagen P&R in deren Gemeinden erhöhen. Statt in der Innenstadt.

Dabei gehts nur darum, die Verkehrsspitzen zu brechen (statt Strassenbau, der zu 90% der Tageszeit nicht gebraucht wird).
Dabei zeigt die Variante Null+, dass es sehr wenig braucht, um diese Spitzen zu brechen:

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Und wenn sich die Verkehrsströme auf andere Zeiträume ausserhalb der Spitzenstunden verlagert kann es nur ein Vorteil sein (wenn die Wirtschaft ihre Arbeitszeiten endlich flexibler gestaltet).
Auch Schüler und Kindergärtner wären froh, wenn nicht sie nicht genau an den Verkehrsspitzen den Schulweg absolvieren müssten.

Dabei hätte es an den Stadträndern in Einkaufszentren massenhaft freie Parkplätze während der normalen Arbeitszeiten:

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Im Westcenter nochmals 400 Parkplätze.
Im Gallusmarkt, Jumbo, Aldi etc. stehen nochmals viele hundert Parkplätze zur Verfügung.
Gaiserwaldstrasse: Säntispark, Obi, Interio, Athleticum, Fly, Cinedom, etc.

Wieso kann man diese nicht für Park&Ride benutzen?

Die Variante Null+ bietet die meisten Möglichkeiten, die Verkehrsprobleme kostengünstig und effizient zu lösen.

#Ausbau Stadtautobahn

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Eine Antwort zu Nutzloses Jahrhundertwerk

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