Nein zu Spitalvorlagen

FDP sagt Ja zu Spitalvorlagen St.Galler Tagblatt Online.

„Um im interkantonalen Wettbewerb konkurrenzfähig zu bleiben, sei eine moderne Infrastruktur nötig.
Nicht zuletzt haben die Patienten heute höhere Komfort-Ansprüche als früher.
Patienten würden in die Spitäler der Nachbarkantone abwandern.
(FDP SG)

Hier gehts offensichtlich nicht um eine gute Grundversorgung sondern um den Ausbau von öffentl. Spitäler für Zusatzversicherte.
Die Grundversicherung deckt nur Leistungen im Wohnkanton. Komfortable 1-2 Bettzimmer finden sich wohl kaum in der allg. Abteilung

Für das gibt es auch sehr gute Privatspitäler in der ganzen Region.
Ist es Aufgabe der öffentl. Hand, diese zu konkurrenzieren?

Ich will im Spital möglichst schnell gesund werden und mir nicht einen 5*-Hotelferienaufenthalt durch die Allgemeinheit finanzieren lassen.

Dass selbst die SP einstimmig JA zur dieser Vorlage sagt, ist darum für mich nicht nachvollziehbar.
Das geht weit über einen guten Service public hinaus.
Die SP will ja nicht ihre eigene Regierungsrätin, die bürgerliche Mehrheitsbeschlüsse mittragen muss, im Regen stehen lassen.

Woher sollen denn die Fachleute für den Betrieb dieser Spitäler herkommen?
Unser Kanton leistet hier ja gar keinen Beitrag:
Die Maturitätsquote wird künstlich tief gehalten, es könnte ja ein Ostschweizer aus Versehen Arzt im regionalen Spital werden.
Bessere Arbeitsbedingungen und höhere Löhne, um den Pflegeberuf attraktiver zu machen, liegen bei unserem Sparkanton sowieso nicht drin.

Dann holt man das notwendige gratis ausgebildete Person einfach im Ausland. Deutschland kann offensichtlich diesen Braindrain spielend verkraften?

Da kann ich mich auch im grenznahen ausländischen Spital von den gleich ausgebildeten Fachleuten behandeln lassen.
Kostet sogar nur die Hälfte.
Aber das Obligatorium zwingt mich diesen unwirtschaftlichen Wahnsinn in unserem Land mitzumachen.

Lieber in Menschen investieren als in Material.
Gebaut wird das Ganze wahrscheinlich von irgendwelchen Sub-Sub-Subunternehmen mit Billigarbeitern aus dem Ausland.
Vom investierten Geld wird ausser für wenige Besitzer von Baugeneralunternehmen kaum etwas in der Region hängen bleiben.

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