Neubau und Sanierung Schulhaus St.Leonhard

Mysg st. Leonhard

 

Bin ganz deiner Meinung gemäss 1. Beitrag.
Es fragt sich auch, welches Schulsystem wir in Zukunft haben wollen. Das städtische ist ja eines der Rückständigsten der ganzen Region. zB Oberstufe: Kantonaler Bericht zur Entwicklung der Volksschule
Brauchen wir noch Klassenräume bei ständig zunehmender Heterogenität der Schüler aufgrund fehlender Stadtbauplanung (wird Markt- oder Bahnhofplatz für mehr Integration im Innenstadtquartier umgebaut?) oder ist mehr autonomes, autodidaktisches Lernen die Zukunft? Die Lehrmittel dafür wären längstens vorhanden.
Können wir noch genügend Lehrpersonen rekrutieren bei deren ständig höherer Belastung?
Werden dadurch deren Bedürfnisse bei Schulbauten und -entwicklung nicht zu hoch im Verhältnis zu denen der Schüler gewichtet?
etc.

Aus Kostengründen müssen dringend neue nachhaltigere Lösungen gefunden werden:
Schulen stehen Schlange. Wenn wir nicht alle paar Jahre wieder Schulhäuser wegen neuer pädagogischer Fachkenntnissen umbauen wollen.
Das St. Leonhard mag ja für die Heterogenität gerüstet, damit Eltern wie Stadträtin Adam nicht mehr vom Tal auf den Berg zügeln müssen, aber auch die Bergschulen?
Wir brauchen homogene Schulen statt homogenisierte Schüler.
Egal in welchen Quartier man wohnt, jede Schule ist für alle Schüler im Quartier offen und versucht aus jedem Schüler innerhalb der obligatorischen Schulzeit das beste gemäss seinen individuellen Ressourcen herauszuholen. Egal ob er/sie ein Kleinklassen-, Talent- oder UG-Schüler ist. Bestmögliche Bildung jedes Landesbewohners ist unsere einzige konkurrenzfähige Ressource im internationalen Wettbewerb.
Wenn man sieht, welch riesige Entwicklungsunterschiede Kindergärtner im Vergleich mit Oberstufenschüler haben. Werden aber Kindergartenlehrpersonen im Verhältnis zu Oberstufenlehrpersonen für deren immense Integrationsleistung überhaupt adäquat belohnt? Wieso kann, was im Kindergarten funktioniert, nicht auch auf höheren Schulstufen funktionieren?
Und was heisst schon teilautonome Schulen? Dass auswärtige Schulleiter und Lehrer schalten und walten können wie sie wollen? Mit den Auswirkungen haben dann die Quartierbewohner/Eltern auszukommen. Jene sind dank subventioniertem Lehrerparkplatz direkt vor der Schule innert Minuten weg auf der bald 6-spurigen Stadtautobahn. Vorbilder?
Auf Stadtgebiet gibt es unzählige private Schulen für vor allem Reichere mit äusserst innovativen Bildungsansätzen. Aber fühlt sich die Stadt von diesen konkurrenziert? Nein, sie glaubt mit Millionensubventionen für gute Steuerzahler in Form von für diese subventionierten Tagesschulplätzen im Steuerwettbewerb mit Agglokleinstgemeinden zu punkten.
Eigentlich wie bei den Gripen: bevor die Bevölkerung nicht abstimmen kann, gegen welche Bedrohungslage sie vom Militär geschützt werden will, gibts auch keine neuen Kampfflieger.
Kauf ich einen SUV statt Flipflops, weil ich nicht weiss, wohin die Reise geht?
Bevor wir nicht abstimmen können, welches Angebot unsere Schule bieten sollen, gibts auch keine neuen Schulhäuser.
Zuerst soll das Schulamt seinen Auftrag erledigen, bevor wir viele Millionen in Umbau und Sanierung von Schulgebäuden investieren müssen.

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3 Antworten zu Neubau und Sanierung Schulhaus St.Leonhard

  1. Thomas schreibt:

    Die Quartier Vereinsmidglieder sollen sich mehr sich um das Thema kümmern. Vielleicht können auch die Eltern auf die Problematik aufmerksam machen

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  2. Christian Neff schreibt:

    Das Schulhausprojekt St. Leonhard ist ins ich in vielerlei Belange eine fast schon zynische Angelegenheit. Einerseits haben andere Schulhäuser wirklich dringlichere Bedürfnisse, andererseits verbaut man beim „neuen“ St. Leonhard wieder „Kunst am Bau“, analog Spelterini, die dann – analog Spelterini – nach 10 Jahren wieder für mehrere Hunderttausend Franken abgebaut werden, da sie nicht mehr hipp sind, etc. usw. usf.

    Man denkt wirklich, die Stadt schreibt Millionengewinne. Schade für den Steuerzahler.

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  3. gallenblog schreibt:

    Scheitlin schien ja fast nahe der Tränen, weil an allen Ecken und Enden in der Stadt gespart werden müsse : http://www.tvo-online.ch/sites/all/modules/custom/mediathek/media.php?id=24223
    Aber wird gespart? http://www.tagblatt.ch/ostschweiz/stgallen/stadtstgallen/tb-ag/Alle-Gassen-neu-gestalten;art197,3944348
    Wo ist da der „Return on investment“, das man von einem lic. oec. HSG als Stadtpräsident erwarten könnte? Da zeigen und lernen meine Kinder mehr ökonomisches Verhalten morgen am Kinderflohmarkt beim Gallusmarkt.
    Oder alle städtschen Angestellten, von der Schulärztin bis zum Hauswart, absolvieren zur Zeit eine 3-stündige Weiterbildung, um auf dem neuen städtischen Telefonnetz zu telefonieren. Haben städtische Angestellte vorher mit Rauchzeichen kommuniziert?

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