Verankerung der Kinder- und Jugendzahnklinik in einem Nachtrag IV

Verankerung der Kinder- und Jugendzahnklinik in einem Nachtrag IV.

Die Verankerung ist sicher nötig.
Obwohl die Zahnärztedichte in der Stadt genügend gross wäre, dass sie nicht auch noch eine eigene Zahnklinik führen müsste.
Aber diese wurde vor einige Jahren aufgrund von falschen Informationen durch Volksbeschluss massiv ausgebaut und bietet nun die bestmögliche Behandlung mit entsprechend massiver Zunahme der Betriebskosten.

Dass eigennützige Patienten (resp. deren Eltern) die Nichtverankerung ausgenützt haben, um nebst Zusatzversicherung noch bei der Stadt abzusahnen zeugt nicht von viel Vertrauen in die Behörden.
Wie man aber in Zukunft nachweisen kann, dass man keine Zusatzversicherung hat, steht in den Sternen.
Oder muss man dann alle Zusatzversicherer der Schweiz um eine Bestätigung bitten, dass man bei ihnen nicht versichert ist?
Oder erhalten darum Familien ohne Zahnzusatzversicherung auch keine Unterstützung durch die Stadt?

Der Gipfel der Unverfrorenheit ist, dass diese Geschäft mit Fit13+ verknüpft wird.
Und wo wird gespart?
Hauptsächlich bei Kindern der ärmsten Familien (Rabattstufe 90%).
Diese machen ca. 71 % des Gesamtaufwandes für Sozialtarife aus und sollen in Zukunft 50 % statt nur 10 % selbst bezahlen.
Womit? Wie soll eine Familie mit 30´000 Fr. steuerbaren Einkommen bei einer Zahnkorrektur für 10´000 Fr. plötzlich 5´000 Fr. statt 1´000 Fr. locker machen?
Da ist es für die Stadt immens leichter anderorts 300´000 Fr. einzusparen als für Familien mit obigem Einkommen 4´000 Fr.
Da werden dann Ausgaben ohne Spareffekt einfach auf die Sozialhilfe ausgelagert.
Nur schon die immense Zunahme der jährlichen Betriebskosten der Schulzahnklinik in den letzten Jahren werden nicht in Frage gestellt, aber die Unterstützung von sozial Schwachen schon?
Was belastet den Stadthaushalt mehr? Die Zunahme der Betriebskosten oder die Zunahme der Sozialtarife?

Die Stadt wollte gemäss damaligen Abstimmungsbüchlein die bestmögliche Zahnbehandlungen und in Konkurrenz zu den Privatzahnärzten stehen.
Dann muss man sich über massive Zunahme der Kosten für Zahnkorrekturen nicht wundern.
Können die Eltern etwas dafür, dass ihr Kind auf Grund von genetischen Anlagen eine Zahnmissstellung hat? Aber das Magenband wird von der Grundversicherung finanziert.
Oder sieht man in Zukunft anhand des Lachens von Stadtkindern die finanziellen Möglichkeiten und der Wohnort der Eltern?

Viele Eltern, v.a. die sich Zeit für die Suche nach Alternativen auch leisten können, werden unter diesem Gesetz für Behandlungen nicht mehr zur Schulzahnklinik gehen, weil günstig im Vergleich zu anderen Kinderzahnärzten (v.a. im angrenzenden Ausland, Ostwind ist ja billig) ist sie gar nicht.
Wie da dann noch die hohen Betriebskosten in Zukunft gedeckt werden?

Dass der zuständige Stadtrat in Personalunion auch Stadtpräsident wiederum bei Kindern und zusätzlich bei den Einkommensschwächsten sparen will, zeigt sein mangelndes Durchsetzungsvermögen. Sei es im Kantonsrat mit seinen Parteikollegen in Exekutive und Legislative, wo die Stadt durch das kantonale Sparprogramm am meisten betroffen ist, wo es um Gemeindefusionen mit der Agglo geht, wo er den „sine qua non“-Forderungen (ohne das sind wir am Abgrund) der Baulobby nicht widerstehen kann.
Vertritt er die Stadtbevölkerung oder die Interessen eines örtlichen Gewerbeverbandes, einer IG Engpassbeseitigung etc., dessen Mitglieder hauptsächlich auserhalb wohnen und vor allem auch ausserhalb versteuern.
Gegen einkommensschwache Kinder kann er sich profilieren, die haben ja keine Lobby.

Genug schlimm, dass sich unsere Ständeräte in Bern für eine Metropolitanregion St. Gallen stark machen müssen, weil unser Stadtpräsident mit den Millionären, dank ihrem Arbeitsplatz in der Stadt, in Mörschwil, Teufen oder Tübach verfilzt ist.

Nur schon was der Granitplättliboden auf Marktplatz/Bohl kosten würde, könnte man 10 Jahre lang Zahnfehlstellungen aller Stadtkinder finanzieren oder für die Kosten eines Ausbaus der Stadtautobahn über 2000 Jahre lang.
Diese mit Fit13+ verknüpfte Vorlage entlastet den Stadthaushalt um lächerliche 0,054%

Ob obige Millioneninvestitionen dazu führen, dass in Zukunft auch einkommensschwache Familien die Zahnfehlstellungen ihrer Kinder selbst finanzieren können oder dass dieses diskriminierende Gesetz aufgrund von Steuerüberschüssen wieder rückgängig gemacht wird?

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2 Antworten zu Verankerung der Kinder- und Jugendzahnklinik in einem Nachtrag IV

  1. kdsl schreibt:

    bitte mal richtig deutsch lernen

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  2. gallenblog schreibt:

    Weiss ich. Ist mir aber egal da irrelevant.

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