Nadelöhr Bergbachviadukt

Scheinbar hat man bei  der Planung des Ausbaus der Stadtautobahn den Bergbachviadukt vergessen. Der bleibt, wie es scheint, das zweispurige Nadelöhr zwischen Meggenhus und Winkeln. Oder würde er den Kostenrahmen sprengen und darum im eidg. Parlament kaum mehrheitsfähig? So viel sind dann Investitionen in die Provinz doch nicht wert.

Oder die Planer gehen davon aus, dass das Bevölkerungswachstum in unserer Region wie seit Stadtautobahneröffnung vorwiegend in der Agglo stattfindet.

D.h. bei der Ausfahrt Neudorf vor allem in Mörschwil, Untereggen, Eggersriet, Rehetobel, Speicher, Heiden usw.

Wie verträgt sich das mit dem Volkswillen nach weniger Zersiedlung, Landschafts- und Kulturlandverlust?

Und was passiert mit den Zufahrtsstrassen? Bsp. Tablatstrasse: ein kleines Baustellenlichtsignal und schon herrscht auf der ganzen Länge Dauerstau. Attraktiv zu wohnen, wenn eine halbe Autobahn quer durchs Wohnquartier verläuft?

Was engagiert sich Hansueli Stettler so gegen die Unionparkgarage? Laut prognostizierten Mehrverkehr auf Stadtgebiet gemäss Astra bis 2020 wird die Nachfrage nach innerstädtischen Parkplätzen explodieren. Oder löst sich der Autoverkehr nach der Autobahnausfahrt Güterbahnhof in Luft auf?

Ob die Stadt diese ständig steigende Infrastrukturnachfrage bei sinkenden Steuereinnahmen dann noch bewältigen kann?

Die Stadt baut keine Wohnliegenschaften für eine breite Bevölkerungsmasse, gibt ja keinerlei Verpflichtung dafür, sondern wie alle anderen für gute Steuerzahler. Schliesslich steht man aufgrund des Steuerwettbewerbs nicht im Standortwettbewerb mit anderen „Metropolitanzentren“ wie Luzern, Lausanne, Bern oder Winterthur sondern mit Kleinstgemeinden im Speckgürtel. Was hindert die Stadt daran, ihr ganzes Gemeindegebiet mit Luxusvillen wie am ortsbildgeschützten Rosenberg zu überziehen? Die Schulhaussanierung kann ja nicht mehr durch die Steuereinnahmen der Eltern finanziert werden, sondern zu 80% durch 10% Superreiche.

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Eine Antwort zu Nadelöhr Bergbachviadukt

  1. Hansueli Stettler schreibt:

    Der Automobilismus der Zukunft wird automatischer sein als heute. Darum werden die Autos stetiger fahren, weniger Auffahrtsunfälle provozieren, die Kapazität der Autobahnen wird dadurch noch gesteigert…..drum wäre eine dritte Röher nicht notwendig. St.Gallen will eine Zunahme des Verkehrs mit mehr ÖV auffangen. Der Einsatz für die grüne Insel Oberer Graben hat das Ziel, die Stadt lebenswert zu erhalten – die Begehung des Komitee vernünftiger Marktplatz hat gezeigt, dass sich diese Baumgruppe unter Umständen auch als Aufenthaltsort für Fussgänger nach dem Vorbild der Rambla eignen kann. Parkplätze in Zentrumsparkhäusern sind bekanntermasse reichlich vorhanden -und selten ausgelastet . Das Parkhaus Unterer Graben wird ausgebaut…und die nördliche Altstadt kann so entlastet werden. Das reicht für die nächste Generation. Und: ein Parkhaus mehr im Zentrum behindert den Öffentlichen Verkehr in der umfassenden Perspektive grundsätzlich mehr, als unsere Stadt“planung“ denkt.

    Gefällt 1 Person

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