Wie viel Auslauf haben unsere Kinder?

Wie viel Auslauf haben unsere Kinder? – St.Galler Tagblatt Online.

Daneben leidet nicht nur die körperliche (was sich auch negativ auf die Hirn- auswirkt) sondern auch die soziale Entwicklung.

Unsere Stadt buttert Millionen an Steuerfranken in Stallhaltung von Kindern in Form von hochsubventionierter Fremdbetreuungsinfrastruktur. Etwas Purzelbaumeinrichtungen in Kindergärten für artgerechte Haltung.

Kinder werden heute wie Zootiere gehalten, statt ihren natürlichen Lebensraum zu erhalten.

Vielleicht brauchten die Menschen früher weniger Innenraum, weil auch der öffentliche Raum vermehrt als Lebensraum genutzt wurde. Da er noch attraktiv war.

Produziert die Stadt mi ihren vielen Events, Shoppingmöglichkeiten (auch Shoppingcentern am Stadtrand) nicht ein folkloristisches, pseudoföderalistisches Zusammengehörigkeitsgefühl wie auf einem Dorf-/Quartierplatz wie vor 100 Jahren und die Jahrtausenden davor für die ganze Region?

Wieso denn dieser immense Aufwand wenn es wie in alter Zeit nur wenig braucht für die Befriedigung dieses urmenschlichen sozialen Gefühls.

Brauchts ein Openair oder reicht ein Quartierplatz, wo man sich ungezwungen jederzeit treffen kann, zelten oder Musicstar spielen kann?

Nicht mal der sozialsten und integrativsten Bevölkerungsgruppe unserer Gesellschaft, den Kinder und Jugendlichen, wird dies zugestanden.

Wird bei der Planung von Wohnquartierstrassen deren entwicklungsförderliche Bedürfnisse respektiert oder hauptsächlich der direkte Zugang von der Tiefgarage zur Wohnung? Oder haben sie etwas zu sagen bei der Verkehrspolitik, wenn ihr Schulweg, wie Haldenschüler zum OZ Zil, über zwei Kantons- und eine Nationalstrasse führt? Wird die Meinung von ihnen auch wahrgenommen, wenn es ihren alltäglichen Arbeitsort Schule betrifft oder reicht die Meinung durch Elternbefragung? Dürfen sie auch mitbestmmen, wenn es darum geht, mit welcher Lernmethode sie am besten Franz lernen? Wer fragt sein Kind, ob es lieber mit Mami oder Papi zum Quartierspielplatz, wo es Nachbarskinder trifft, oder in den städtischen Hort will? Ob es am Mittwochnachmittag lieber mit den Schulkollegen in die Weiheren schwimmen gehen will oder in die Tagesschule, zum Geigenunterricht, Ballet o.ä.

Wie sollen so eigenverantworliche, selbständige und freiheitlich denkende Erwachsene werden?

Wird da eine Generation auf die nächste Diktatur vorbereitet wie es global immer mehr Anhänger findet (s. Russland, Ukraine, Türkei, Indien, Ungarn, China,  Blocherhype etc.)

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