Mindestlohn auf vox libertas/jfdp-sg

Kommentar zum Beitrag auf vox libertas:

Erhöhung der tiefsten Einkommen fliesst direkt in den Konsum, Erhöhung der höchsten v.a. in die Sparquote.
Wer für mehr Wirtschaftswachstum ist, ist daher für die Mindestlohninitiative.
Diese Initiative betrifft praktisch nur die Binnenwirtschaft.
Wenn Coiffeure mehr verdienen, laufen dann nicht alle in der Schweiz mit Hippiefrisuren rum. Der Grenzkonsum liegt in der Schweiz weit über dem Mindestlohn.
Das Leben in der Schweiz ist nicht so konkurrenzlos teuer, weil die Ärmsten in unserer Volkswirtschaft so hohe Löhne haben.
Sondern weil die öffentliche Hand für gute Steuerzahler attraktiv sein will. (s.

Wenn  Kantonsrat Walter Locher in den St. Galler Nachrichten die Mindestlöhne von Deutschland und der Schweiz vergleicht, dann ist das unterstes populistisches Niveau.
Als wüsste er nicht ganz genau, dass der deutsche Mindestlohn selbstbestimmter frei verfügbarer Nettolohn ist, und beim schweizer neben Abzügen für AHV, PK, ALV etc. auch noch Einkommenssteuer, Krankenkassenprämien, Schullagerkosten, Zahnarzt etc.  dazukommen.
Wenn man mit der Unwissenheit/Dummheit der Stimmbürger spielen muss, sind wenige sichthaltige Gegenargumente vorhanden.

Hoffentlich verweist eine liberale Partei wie die FDP nicht auf den Sozialwerkedickicht und andere unüberschaubare öffentliche Vergünstigungen nach Sozialtarifen, die sie mitzuverantworten hat und der für viele Anspruchsberechtigte nicht durchblickbar ist und dadurch viele vielfach (zu) wenig davon profitieren.
Finanzplaner für Tieflohnbezüger?
Die dadurch verursachten Kosten für Fremdbetreuung von Kindern der schlecht Entlöhnten kostet die guten Steuerzahler ein Mehrfaches als ein Mindestlohn.
Jener Steueraufkommen werden diese Kosten wohl kaum decken.
Mit den Lebenshaltungskosten angepassten Kinderzulagen (existenzsicherndes Grundeinkommen für Kinder), würden sich neben unzähligen Verwaltungskosten auch manche Diskussion/Abstimmung erübrigen.
Schliesslich macht es einen riesigen Unterschied, ob ein Lohn nur eine Einzelperson oder eine ganze Familie „ernähren“ muss.

Grundsätzlich wäre ich auch gegen einen Mindestlohn. Viel wichtiger ist, dass unsere Preise/das Leben in unserem Land, insbesondere für die globale Konkurrenzfähigkeit auch im Tieflohnsegment, massiv kostengünstiger wird.
Aber da sich hauptsächlich Bürgerliche, letzthin mit Hilfe der Gewerkschaften, seit Jahrzehnten dagegen wehren, dass unsere Produkte europäisches Preisniveau erreichen, bleibt nur der Weg über den Mindestlohn.
Ich bin überzeugt, dass man mit 10 Euro Stundenlohn in Deutschland zumindest materiell besser lebt als mit 22 Franken in der Schweiz (gemäss Vergleich von Herrn Kantonsrat Locher).

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