Wer hat Angst vorm bösen…?

Hätten Wolf oder Bär den Status eines Haustieres wie ein Hund, dann dürfte er beissen, gefährden, belästigen, erschrecken oder sogar töten, wie er will.
Die Hundebissstatistik belegt, wo die wirklichen Gefahren für den Menschen durch Tiere herrschen.

SG-Nachrichten: Angst vor dem Bär?

Dabei steht wohl eher die Furcht vor dem wirtschaftlichen Schaden im Vordergrund.
Den Schaden an hochsubventionierten Nutztieren, die volkswirtschaftlich kaum Nutzen haben oder beim Tourismus.
Es gibt auch viele Familien, die wegen der vielen aggressiven, freilaufenden Hunden nicht mehr wandern gehen können oder wollen.

Scheint mir eher, dass der latente Rassismus, der bei den Menschen zunehmend verpönt ist, im Tierreich neue Nahrung findet.

An erster Stelle stehen die Haustiere, die vielfach ein besseres Leben geniessen als viele Menschen auf der Erde. Oder sind das letztendlich auch nur Nutztiere, die höhere Bedürfnisse des Menschen befriedigen, für deren Kompensation sozial-emotionaler Defizite missbraucht werden?

An zweiter Stelle stehen die Nutztiere, denen man noch so was wie artgerechter Haltung zugesteht. Was ist denn artgerecht bei Tieren, die durch Jahrtausende menschlicher Züchtung total entartet sind? Oder ist artgerecht nur ein Marktinggag, damit man ein besseres Gewissen beim Konsum von Tierprodukten hat? Wie wäre es mit etwas Einschränkung dieses Konsums, damit gar keine Massentierhaltung mehr nötig ist? Die Kosten dieses Verhaltens werden ja der Allgemeinheit aufgebürdet und nicht dem Verursacher verrechnet.
Pferdefleisch in Lasagne ist ja auch erst ein „Skandal“, seit Pferde vom Nutz- zum Haustier aufgestiegen sind.

Und die allerletzte Stufe nehmen die Wildtiere ein, die fast für jedermann zum Abschuss frei sind, deren Lebensraum man vergiften, vergüllen, ganzjährig mit Stacheldraht- und Eletrozäunen oder Strassen zerschneiden kann, durch Forstwirschaft, Biketrails, Skipisten etc. immer mehr einschränkt?

Eine Rasenmonokultur, die ständig gedüngt und mit Unkrautvertilger belastet wird, ist höherwertig als eine Naturwiese, die so vielen einheimischen Arten Lebensraum bietet, die der Anfang der Nahrungskette und damit der Artenvielfalt ist?

Selbst die Liebe zum Schmusetiger hat unglaubliche Folgen: Katzen für Artenvielfalt gefährlicher als Pestizide.
Ein Katzenhaltungsverbot, wenn man zum Beispiel am Vogelherd wohnt, ist für die Anwohner eine nicht annehmbare Einschränkung.

Selbst Kinder scheinen minderwertiger als Haustiere:
VogelherdKake

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Eine Antwort zu Wer hat Angst vorm bösen…?

  1. Jonas Eggenberger schreibt:

    Der schulpsychologische Dienst scheint auch mehr ein Hundeheim zu sein.

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