Sport ist Mord

«25-Meter-Becken haben ausgedient»

Da spricht der Leiter des kantonalen Sportamts Patrik Baumer (für was brauchts ein kantonales Sportamt, wir haben bereits ein städtisches. Müssen jenes Stadtbewohner auch noch mitfinanzieren), vom Nutzen der Hallenbäder wegen der Volksgesundheit.

Wird der Langsamverkehr zumindest im gleichen Ausmass mit öffentlichen Mitteln gefördert? Der fördert ja auch die Volksgesundheit.
Das würde nicht nur horrende Steuerausgaben der Allgemeinheit für Sportstätten einsparen, sondern auch Strasseninfrastrukturkosten, öV-Subventionen, der Anonymität in den Dörfern und Stadtquartieren entgegenwirken etc.

Für was braucht es 50 Meter Becken? Damit das Schwimmen lernende Kinder, die es noch nicht so weit schaffen, bereits bei der Hälfte durch unzählige Schwimmlehrer vor dem Ertrinken gerettet werden müssen?
Damit ein paar Sonderbedürfnisse von wenigen wettkampfmässigen Sportschwimmern mit Millionensubventionen befriedigt werden?
Mit vollbepackten Einkaufstaschen die Treppen hochzusteigen statt den Lift zu nehmen wird ja auch nicht subventioniert.
Der Bewegungsdrang und die gesunde körperliche Entwicklung von Kindern wird ja auch nur mit maximal 3 Lektionen/Woche in Turnstunden befriedigt (gibt es Velofahren im Sportunterricht? Fahren Kinder mit dem Velo in die Ludothek? Fährt eine Klasse gar mit dem Velo zum Schwimmunterricht?) und nicht durch viel Freiräume im Quartier.
Parkierfläche auf der Quartierstrasse ist scheinbar wichtiger als dort spontan fussballspielende Kinder. Die schickt mal lieber ins ständig noch zusätzlich verpflichtende FC, weil dort der Parkplatz so grosszügig bemessen oder der öV gleich vor der Türe hält.
Gutes Beispiel ist die geplante Erweiterung des Blumenwies. Da wird Schrebergartenfläche dafür gebraucht. Die meist leerstehenden Hallenbadparkplätze sind unantastbar, obwohl die vielbefahrende Haltestelle Neudorf in nächster Nähe liegen würde.

Und die extremen Kosten der Sporttalentföderung. Sind das wirklich Talente oder nur mittels massiven Freizeitverbrauch von Kindern von Klein auf darauf getrimmt?
Was diese Förderung bringt sieht man ja momentan an Skisportlerstars.
Neuerdings sollen Schweizer Kinder sogar mehr gefördert werden als ausländische, weil der Nachwuchs in den Nationalteams fehlt.

Von dem massiven Chloreinsatz nicht nur für Kinderaugen (Schwimmbrille ist während des Schwimmunterrichts verboten), -haut, -schleimhäute etc., deren Auswirkungen für die Natur, die resultierenden Kosten des teuren Maschinenparks in Hallenbäder ganz zu schweigen.
Die machen sowieso nur Schwimmunterricht, sodass fast jedes Kind die Freude am Schwimmen verliert.
Scheint ein schulisches Prinzip zu sein.

Hat genügend Weiher und Seen in der Nähe, um während den Sommenmonaten schwimmen zu lernen.

Man kann auch topfit sein, ohne der Allgemeinheit Kosten durch Sportstättenbesuche zu verursachen.

Sportförderung ist nicht einmal „nice to have“ sondern sogar kontraproduktiv. Ohne Sportstätten wären viele gezwungen, sich im Alltag mehr Bewegungsmöglichkeiten zu suchen. Und nur das sollte gefördert werden.

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