Freie Schulwahl

http://www.politnetz.ch/beitrag/14797

Diskussion mit winterthurer Stadtparlamentarier Marc Wäckerlin von der Piratenpartei.

Solange in der öffentlichen Schule nicht der maximale individuelle Bildungserfolg jeden Kindes angestrebt sondern für politische Macht- und Profilierungsspiele missbraucht wird, bleibt den Eltern (die sichs leisten können) nur die Flucht in Privatschulen.

Nur schon die Diskussionen um die Anzahl Zeugnisse, Elterngespräche etc. zeigt wie fernab von der Realität und wie kinderentwicklungsfeindlich die öffentliche Schule ist.
Mich interessieren keine Zeugnisse, sondern ob meine Kinder von den vielen Stunden ihrer Kindheit, die sie in Schulzimmern verbringen, auch profitieren.

Die Hälfte der Zeit in der Schule könnten sie auch in der Freizeit im Kontakt mit anderen Kindern und Erwachsenen lernen.
Und von der anderen Hälfte brauchen sie über 3/4 niemals wieder im Leben.

Ich wette, dass zB 90% aller Kinder niemals in ihrem weiteren Leben so viel mit Französisch zu tun haben werden wie sie Lektionen dafür in der Schule abgesessen haben.

Kein Wunder stinkts den Kindern aufgrund dieser Ineffizienz die Schule zu besuchen.

Carlo M, das ist völlig richtig. Nur ist diese Initiative und auch die Flucht in Privatschulen nicht die Lösung für das Problem.

Statt die Ressourcen zu verzetteln müssen wir die Probleme der staatlichen Schulen anpacken.

Es geht nur durch Druck von Aussen, damit die öffentichen Quartier- und Dorfschulen endlich zur besten Schule für jeden werden.

Die individuellen Ressourcen jedes in der Schweiz aufgewachsenen Kindes müssen Bestmöglichst gefördert werden.
Das ist die Verantwortung der Gesellschaft.

Wenns um Pädagogik oder Kindsentwicklung geht, meint jeder Heiri er können noch seinen Senf dazugeben, nur weil er mal gewählt wurde.
Obwohl Schul- und Bildungsämter ein Heer an Fachleuten finanziert, die jedoch kaum Einfluss auf die Schulentwicklung haben resp. deren Entscheidungen ständig von Laien in Frage gestellt werden.

Entscheidet der Kantonsrat, welche Behandlung der Schulzahnarzt bei Karies anwenden soll?

Druck von aussen heisst: Politische Partizipation!

Und wer sagt denn, dass nicht Du oder ich einer dieser Heiris sind?

Wobei … mein städtische Vorstoss wurde ja gerade vom Kanton geklaut, offenbar hat der Regierungsrat ein ähnliches Problemverständnis, wie ich: http://winterthur.zh.piratenpartei.ch/kanton-kopiert-piraten-vorstoss-zu-gymnasiumsaufnahmeprufungsvorbereitung/

Eigentlich sollte Ihr guter Vorstoss für Sie ein Wink mit dem Zaunpfahl sein, wie gross die Missstände in der öffentlich organisierten Bildung sind.

Letztendlich bleibt es in der Eigenverantwortung der Eltern und dem Kind seine ihm adäquate Bildung vom Staat einzufordern.

Freie Schulwahl gibt ihm/ihnen wenigstens ein kleines Werkzeug für mehr Respekt vor seinen eigenen Talenten und Defiziten.Soll die Chance auf gymnasiale Bildung nur vom jeweiligen Klassenlehrer/Schulleiter abhängig sein?

Ob dieser fähige Schüler dahingehend fördert oder nur damit zufrieden ist, dass er möglichst wenig Sozialhilfeempfänger produziert hat?

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