öV-Initiative: Leserbrief ans Tagblatt

Solange die Sicherheit auf städtischen Strassen insbesondere für velofahrende Kinder nicht gewährleistet ist, sind diese gezwungen den öV zu benutzen.

Bereits 6-Jährigen im Kindergarten wird von den Verkehrsintruktoren der Stadtpolizei gelehrt, dass sie von nun an nur noch auf der Strasse velofahren dürfen.

Ich finde es daher richtig, dass die Stadt die Kosten ihrer einseitigen Verkehrspolitik mittels Gratis-öV für Kinder selbst übernimmt und stimme darum der Initiative zu.

Obwohl mir mehr Investitionen in kindersicherere Quartiere und Veloverbindungen lieber wären.
Die Energiestadt St. Gallen gibt jährlich viele Millionen für den motorisierten Verkehr aus, aber kaum etwas für den bei urbanen Gegebenheiten in fast jeder Beziehung optimalen „Langsamverkehr“.

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Eine Antwort zu öV-Initiative: Leserbrief ans Tagblatt

  1. gallenblog schreibt:

    Wer in der Stadt St. Gallen unterwegs ist, sieht kaum einheimische Kinder und Jugendliche. Die sind in Bussen und Autos untergebracht.

    Bereits Primarschüler benutzen für den Schulweg auch unter 1 km vielfach den Bus, da der deutlich kürzere Schulweg sozial mühsamer und gefährlicher ist.

    Der Schulweg in unserer Stadt ist schon lange nicht mehr geeignet um integrativ zu wirken.

    Je näher zur Innenstadt desto extrem fordernder wird der Verkehr für hiesige Kinder.
    Ausser sozial schlechtest gestellte Familien besonders Ausländer, die sich Mobilität nicht leisten können, leben kaum mehr Kinder in der Innenstadt (s. Entwicklung der Schülerzahlen in Innenstadtschulen und der hohen Schulintegrationskosten in diesen Quartieren).

    Die physische Leistungsfähigkeit von Stadtkindern, von denen es viele nicht mehr schaffen mit einem vollbepackten Schulthek bis zu 1 km nach hause zu laufen (während für auswärtige Lehrer schulnahe Parkplätze subventioniert werden) ist nicht der einzige Massstab. Misst man auch die Gefahren, Lärm, Abgase etc., dann gibt es nur noch wenige Kinder, für die der Schulweg zumutbar ist resp., die täglich mehrmals von ihren Eltern begleitet, in die Schule gefahren oder es nur noch bis zur nächsten Bushaltestette schaffen.

    Diese Initiative ist nicht dafür da, um den öV zu fördern, sondern den Stadtkindern noch genügend selbstbestimmt Mobilitätsmöglichkeit zu bieten.
    Das gerade Stadtpräsident Scheitlin als ehemaliges Stadtkind nicht selbst für die Bewegungsfreiheiten von Kindern in der Stadt einsteht, wie er es selbst als Kind in der Stadt erleben durfte, empfinde ich als extrem stossend.
    Auch heutige Stadtkinder würden gerne ohne Erwachsene zusammen mit dem Velo vom Aussenquartier zu den Weihern baden gehen wie ers erleben durfte.
    Lieber finanzieren die Eltern ihnen heutzutage das Busbillet, weil alleine mit dem Velo als Primarschüler in der Stadt nicht mehr verwantwortungsbewusst ist.

    7 Millionen Mehrkosten, die kaum nachvollziehbar sind resp. diese Kosten Eltern und Kinder bei ihren Entwicklungsmöglichkeiten einsparen und dafür in Schulen und auch später als Erwachsene mehr Kosten verursachen, sind überrissen.

    Wenn wenigstens der Stadtrat innerhalb von 10 Jahren so viel für sichere Bewegungsfreiräume von Stadtkindern zu Fuss oder per Velo investieren würde wie diese Initiative gemäss seiner Berechnungen jährlich kosten würde. Hauptsache der Elternparkplatz vor städtischen Sportstätten ist gross genug?

    Gratis-öV für Kinder und Jugendliche solange die Regierung und das Parlament nicht sonst für deren individuellen Mobilitätsmöglichkeiten sorgen.

    Freie Wahl des Verkehrsmittels auch für städtische Kinder und Jugendliche!

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