Goldküste Teufen

Goldküste Teufen AR: 370 Millionäre

St. Galler Anzeiger:
Goldküste Teufen AR: 370 Millionäre

Profitiert eine immer mehr Agglo-Gemeinde wie Teufen wirklich vom Steuersubstrat dieser vielen Millionäre?
Was könnten diese Steuereinnahmen in einem Wirtschaftszentrum bewirken?

In Teufen kostet ein m2 1’000 Fr. Die Stadt verschleudert Bauland an bester Lage (zB. Guggeien) für 550 Fr.
Der m2-Preis ist auch Ausdruck der Attraktivität eines Wohnortes.
Da scheint Teufen fast doppelt so attraktiv zu sein wie St. Gallen.
Tiefere Landverkaufserlöse werden dann halt in der Stadt über höheren Steuerfuss finanziert.
Bei einem deutlich höheren Landpreis wäre die Stadt auch gezwungen mehr in die Höhe zu bauen und mehr Leuten zu ermöglichen günstig an attraktiver Lage zu wohnen.
Damit wäre auch das angestrebte Bevölkerungswachstum in der Stadt eher möglich als durch den Bau von Einfamilienhäusern auf immer mehr grüner Fläche.
Die Stadt, jeder Staat und Gesellschaft kann nur durch die Solidarität der grossen Masse bestehen und nicht nur durch Kampf um einige wenige Reiche.
Der ganze Steuerwettbewerb, Steuerstreit, Bankgeheimnis etc. scheint mir nur noch ein Festhalten am letzten Strohhalm.
„Nur“ mit ehrlicher Arbeit ist unser Staat nicht mehr finanzierbar.

Da betonen Gemeindepräsidenten ständig wie attraktiv ihr Wohnort aufgrund der Nähe zur Stadt ist.
Die Stadt unternimmt auch alles, damit diese Speckgürtelorte weiterhin diesen Standortnutzen haben, indem sie für gute Erreichbarkeit sorgt, grosszügige Parkieranlagen finanziert, für schnellere öV-Verbindungen in die Innenstadt sorgt als für Aussenquartierbewohner, viel Gemeindestrassenfläche Auswärtigen zur Verfügung stellt und unterhält, Ausgang, Arbeitsplätze, Einkaufsvielfalt ermöglicht usw. usf.
Die Stadt finanziert und die ganze Region profitiert.

Weil sich immer weniger Normalverdienende Wohnen in Teufen leisten können, muss dafür die Stadt diesen dann günstigen Wohnraum anbieten. Ein entsprechendes Kässeli ist ja vorhanden.

Dieses wie all die anderen Kässeli werden aber kaum von den Herren Hummler, Vincenz etc. finanziert. Nein, denen stellt die Stadt noch ein Büro samt Parkplatz an bester Lage in der Innenstadt zur Verfügung.
Dabei könnte ein anonymisierender Büroturm mit verhältnsmässig wenig Publikumsverkehr auch an einer Autobahnausfahrt stehen. Dafür in der Innenstadt mehr Wohnungen und Gewerbe mit hauptsächlich Laufkundschaft.
Vielleicht wäre dann die Stadt so attraktiv, dass die Millionäre wieder die besten Lagen in der Innenstadt wie vor 100 Jahren besetzen und sich an den Aufwendungen, die sie mitverursachen, wenigstens finanziell beteiligen.

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Eine Antwort zu Goldküste Teufen

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