Mail an Stadtparlamentarier C. Neff

Mobilitätsenergie in der Stadt

Mein Kommentar zu Ihrem Votum zum Geschäft: Energiekonzept3 2050

Wer seine Moblitätsenergie mit heimischem Getreide, Gemüse, Fleisch etc. produziert, Langsamverkehrteilnehmer, gilt weiterhin in der städtischen Verkehrs- und Umweltpolitik als extremistischer Ideologe.

Hauptsache es ist noch genügend Energie aus extremistischen, ideologischen Staaten für die bequeme Mobilität in unserer Stadt vorhanden?

Die Energiepolitik beim Verkehr der SVP (und nicht nur sie) fördert unsere Abhängigkeit von totalitären, islamistischen Staaten auf Kosten von vor allem Stadtkindern.
Oder würden Sie Ihr 3. Klässler-Kind alleine mit dem Velo vom Aussenquartier zum Schulzahnarzt in die Innenstadt schicken?
Zahlt die Stadt die Mehrkosten des Busbilletes oder der elterlichen Begleitung?

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5 Antworten zu Mail an Stadtparlamentarier C. Neff

  1. Chris Neff schreibt:

    Geschätzter Herr Meyer

    Natürlich ist Ihr Anliegen im Sinne von „weshalb nur von extremistischen, ideologischen Staaten importieren“ gerechtfertigt. Ich bin auch überzeugt, dass jeder Mensch, der Konsens, Fairness und Gleicheit im Recht hochhält, dagegen ist – inklusive mir. Leider ist es aber nunmal so, dass wir beide hier, im Blog, in einem Café, ja selbst im Stadtparlament, kaum etwas dagegen unternehmen können. Könnte ich – ich würde. Selbst eine ganze Partei könnte hier nichts machen, denn seien wir ehrlich: Der Mensch ist bequem, sofern er die Wahl hat. V.a. dann, wenn der Arbeitstag nicht 8.4 h dauert, sondern 12 – 14 h. V.a. dann, wenn er an den Wochenenden mit den Kindern täglich 4 – 6 h im Wald verbringt, rennt, nicht vor dem TV hockt. Ich schweife ab.

    Ich hatte, als ich Drittklässler war, einen Schulweg von ca. 2.5 km, den ich immer alleine bestritt – 4x täglich, wohlgemerkt. Ich ass zuhause. Aber dem Vernehmen nach haben sich die Zeiten geändert. Nämlich ‚treiben‘ sich heute die Kinder immer häufiger nicht mehr draussen rum, lernen die Umgebung nicht mehr kennen, die Stadt, lernen nicht mehr, wie man sich selbständig fortbewegt und zurechtfindet. Sie sind dafür schon mit 7, 8, 9 Jahren grandios im Umgang mit Videospielen und gewieft mit dem PC. Wenn die Elektronik zum Unterhalter von Kindern wird, keine Spiele im Wald und „Brötle“-Ausflüge mit anderen Kindern, fördert dies halt auch die heute oft klar aufgezeigte Kehrseite, welche dann durch den Steuerzahler beglichen werden soll.

    Und weil ein Blog vom geschriebenen Wort lebt, habe ich mir nun erlaubt, viel zu schreiben.

    Allerbeste Grüsse, Chris Neff

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  2. gallenblog schreibt:

    Seit nunmehr 10 Jahren kämpfen Eltern gegen das Bauamt für eine 30er-Zone/Begegnungszone in unserer damals neuerstellten Wohnquartiersackgasse, damit Kinder mehr Bewegungsfreiraum und Treffpunkte vor der Haustüre haben.

    Seit 10 Jahren geschieht trotz involvierten aber untätigem Quartierverein und unzähligen Gesprächen, Mails, Diskussionen nichts.

    Kinder haben gemerkt, dass sie sich besser alleine vor dem Computer oder Spielkonsole beschäftigen als alle 20 Sekunden auf der Quartierstrasse für Autos mit nur 1 Person besetzt platz zu machen.

    Die Auswirkungen dieser verursachten sozialen Defiziten von Kindern muss nun die Quartierschule tragen.

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  3. Chris Neff schreibt:

    Der Verkehr ‚da draussen‘ wird wohl kaum der Grund dafür sein, dass Kinder heut-zu-tage öfters drinnen beim Videospielen ‚verhocken‘. Sich in den Wald oder wieder per pedes in die Stadt zu begeben ist nunmal mit Aufwand verbunden und nicht gleich bequem. Ich bin noch immer der vollsten Überzeugung, dass dieses Manko durch Erziehung elterlicherseits gelöst werde muss. Und ich weiss, wovon ich spreche. Ich habe zwei kleine Mädchen und muss mich auch oft an der Nase nehmen, Stunden mit ihnen in der Natur draussen zu verbringen, als einfach mal bequem eine Kinder-DVD abzuspielen.

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  4. gallenblog schreibt:

    Ein Antwortmail an Herrn Neff:

    Sehr geehrter Herr Neff

    Besten Dank für Ihr Interesse für unsere Wohnquartierstrasse gemäss ihrem Kommentar auf meinen Blogartikel.

    Obwohl letzten September die Veröffentlichung der Verkehrsanordunung Tempo 30 nach fast zehn Jahren erfolgt ist, haben wir bis jetzt immer noch eine 50-er Strasse.
    Anwohnende Kinder haben sich inzwischen an die Einschränkungen auf unserer Wohnquartiersackgasse gewöhnt resp. sind im Alter, um sich weit weg vom Zuhause ihren Freiraum zu suchen.
    Die Mehrzahl der anderen enttäuschten Eltern, die in guter Hoffnung auf ein kindgerechtes Umfeld in unsere Neuüberbauung gezogen sind, sind schon längstens in die steuergünstige Agglo nach Teufen, Rehetobel, Mörschwil etc. gezogen auch auf Grund der kinderentwicklungsgerechteren Schulen.
    Die Stadt kann sich staatsleistungskonsumierende Kinder leisten, während Kleinstgemeinden zur Erhaltung ihrer kommunalen Schule zur sozialen Integration vom Supertalen bis zum schwerstbehinderten Kind gezwungen ist.
    Scheinbar finanziert die Stadt lieber selbst überregionale Grossprojekte (Marktplatz, Naturmuseum, Schibenertorgarage, Botoxbodenbelag in der Altstadt, Stadtzufahrt für Auswärtige etc.) statt jedem Stadtkind das Maximum an Bildung in seiner sozialen Umgebung zu ermöglichen.

    Was wir brauchen ist kein „Lobbyist“ im Stadtparlament, sondern das Recht und die Pflicht als Quartierbewohner, unseren Lebensmittelpunkt gemeinsam mit unseren Nachbarn selbst gestalten zu können.

    Unser Wohnquartier St. Fiden/Neudorf ist das bevölkerungsreichste Quartier östlich der Stadt Zürich. Haben wir daher Anspruch auf demokratisch gewählte Quartiervertreter im Parlament?

    Mehr Föderalismus in der Stadt, was auch ein Konzept für Fusionen mit Speckgürtelgemeinden wäre.

    Freundlicher Gruss

    v/o Carlo Meyer

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  5. gallenblog schreibt:

    Schweizer Kinder sind so bequem wie ihre Vorbilder Erwachsene.

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