Kanton solidarisch mit Stadtbewohner

In der Stadt sollen ganze Wohnquartiere massiv mehr belastet werden.
Aber dort wohnen ja „nur“ Working-poor-Familien, Ausländer, IV-Rentner etc. und werden es dann noch massiv mehr sein.
Die Folgekosten von noch mehr Ghettoisierung und Anonymisierung von ganzen Stadtquartieren werden nicht mal mitberechnet.
Alles nur für den privaten Freizeitverkehr. Der ausser Kosten der Allgemeinheit schon lange keinen volkswirtschaftlichen Nutzen mehr bringt.

Dafür muss die Stadt ihre letzten grünen Wiesen überbauen, weil sie sonst im Steuerwettbewerb mit winzigen Agglogemeinden statt mit anderen Wirtschaftszentren nicht mehr überleben würde. Resp. ihre Angebot auch auf Kosten der Auswärtigen massiv einschränken müsste.

Wieso sollen nicht Häuser an der Zürcherstrasse, Langgasse, Neudorf, Kreuzbleiche etc. etc. nicht wieder zu den attraktivsten Lagen zum Wohnen in der Stadt werden statt immer mehr nur noch am Stadtrand auf grünen Wiesen?

In Randregionen unseres Kantons werden Hunderte Millionen für die Verkehrsentlastung von ein paar hundert Kantonsbewohner investiert und so deren Wohneigentum massiv aufgewertet.
Arbeitsplätze entstehen dadurch dort kaum, weil die nötigen Fachkräfte fehlen.
Wo bleibt der Return on investment?
Kosten sozialisieren, Gewinne privatisieren?

Statt überall massiv zu sparen, besonders bei der Stadt, wäre es sinnvoller, der Kanton würde für die Attraktivitätssteigerung seines Hauptwirtschaftszentrum (zB durch Platzverschönerungen) und so für genügend Steuersubstrat für seine öffentlichen Aufgaben sorgen.
Der Kanton, inkl. Bevölkerung und Parlament, profitiert gerne von der Wirtschaftsleistung seiner Hauptstadt.

Die Stadt St. Gallen hat kaum nutzen von der Südspange, wohl aber die Region, damit sie weiterhin vom Angebot besonders an Arbeitsplätzen der Stadt profitieren kann, dann aber ihr Einkommen in der Schlafgemeinde versteuert.
Macht sie´s halt wie die meisten anderen Gemeinden und kümmert sich nur noch um das eigene Wahlvolk. Der Kanton ist nur noch dafür da, um andere für den eigenen Vorteil abzuzocken?

Wenn schon keiner mit der Stadt St. Gallen fusionieren will, weil ihm das Wohlergehen seiner Wohlstandsressource egal ist, dann soll die Stadt aus dem Kanton St. Gallen austreten und zB. mit der Stadt Zürich fusionieren. Verbunden durch einen direkten Zug ohne Halt innert 45 Minuten.
Sie könnten zusammen einen Kanton bilden und 2 Ständeräte stellen, damit sie weniger von der Landbevölkerung bevormundet werden.

Jetzt ist eine der letzten Möglichkeiten, etwas gegen diese Volksvermögenvernichtung mit nicht endenden jährlichen Wiederholungen zu unternehmen, indem man Leute wählt, die diese Ablehnen.
Um etwas für kürzere Wege zu tun, für weniger Energieabhängigkeit, für mehr Ruhe, für mehr soziale Integration vor allem von Kindern (statt Facebook), für eine Verkehrspolitik, die Probleme löst statt sie immer nur in die Zukunft verschiebt.

Die Menschen wollen nicht Autofahren, sondern Arbeiten gehen, einkaufen, Bekannte treffen, ins Konzert, nahe ins Grüne, mehr Ruhe, soziale Kontrolle etc.

Das Auto selbst verursacht die Probleme, denen man eigentlich mit dem Auto aus dem Weg gehen will.
Je mehr man Auto fährt, desto mehr ist man gezwungen Auto zu fahren.

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