Speckgürtelpolitik

Kommentar zum Ostblogartikel „Bye, bye Tiefgarage„:

Haben scheinbar noch nicht gemerkt, dass auch in der Stadt Schweizer „Föderalismus“ und „Steuerwettbewerb“ herrscht.

Auch wenn es wieder die Stadtbevölkerung mehr kostet als sie selbst braucht.

Aber ausser den meisten Stadtbewohnern verhält sich kaum einer mehr föderal.

Welcher Speckgürtelbewohner zahlt nicht nur Steuern in seiner Gemeinde, sondern arbeitet auch dort, geht auch in den Ausgang dort, geht auch Einkaufen dort etc.?

Dank der asozialen JUSO-Initative müssen dann auch Stadtkinder und -jugendliche nicht mehr gefährlich zu Fuss oder per Velo zu ihren Freunden, Vereinen, Jugendtreffs im Quartier, sondern können sich dann gratis per öV in der Innenstadt auf anonymen Gelände auch austoben wie Speckgürtelbewohner im Auto.

Es braucht ein zusammengehen von Wohn- und Lebensort ohne Mobilität.
Lieber der Schreiner im Wohnquartier, den man täglich auf der Strasse trifft statt IKEA.
Dann brauchts keinen Kassensturz, sondern er muss sich vor mir und allen Quartierbewohnern für seine miese Arbeit schämen. Resp. er gibt sich Mühe, weil seine Kinder mit meinen in die Schule gehen.
Genauso Banken, Versicherungen, Bauern, Vermieter etc.

Die Stadtbürger müssen endlich ihre Strassen und Plätze wieder selbst übernehmen.

Autos, Parkplätze, Büros etc. raus aus der Stadt, damit die Anwohner wieder ihren eigenen Lebensraum vor ihrer Haustüre selbst besetzen können.

Dann weiss man auch welche Anwohner alt, krank, alleinerziehend etc. sind und Hilfe brauchen statt mittels von oben bestimmter Sozialabgabe als Gutmensch zu fühlen.

Aber zahlen ist einfacher als kümmern und Eigenverantwortung für seine selbst gewählte soziale Umgebung.

Trotzdem will kaum einer aufs Weihnachtsfest verzichten, auch wenn sein Verhalten das Jahr hindurch alles andere als christlich ist.

Selbst während der Adventszeit an zwei heiligen Sonntagen shoppen können ist kein Widerspruch.

Spenden an OHO, Greenpeace, WWF, Sufo, Glückskette etc. wird die Kosten und Auswirkungen seines Konsumverhaltens dann schon richten.

Gegen Atomkraft sein und noch schnell eine LED-Lampe gekauft, dann kann ich guten Gewissens während den Weihnachtsferien nach Kanada Heliskiing gehen?

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Über gallenblog

gallenblog@gmail.com
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Eine Antwort zu Speckgürtelpolitik

  1. gallenblog schreibt:

    Wenn ich meine 4 x-tägliche Begleitung meiner Kinder zur Schule und Kindsgi wegen der vielen, durch Auswärtige verursachte gefährlichen Strassen in unserem Quartier (trotzdem gerne) absolviere, dann freut mich der liegengelassene Abfall an den wenigen Quartiertreffpunkten vom Vorabend.
    Das zeigt mir, dass unser Wohnquartier noch lebt und nicht nur „schöngelegener“ anonymer Zufluchtsort mit direktem Zugang zur Tiefgarage ist (wie zB Birnbäumen)

    Wieso wird in die Innenstadt für mehr Steuereinnahmen Hunderte Millionen investiert, während Jugendliche und Kinder, die Sozialsten unserer Gesellschaft, durch diese Steuermehreinnahmen in Krippen, Tagesschulen, Jugendtreffs, Sportclubs, Gratisbussen etc. verbannt werden müssen.
    Nur damit diese mit Ihresgleichen wie seit Jahrtausenden den Freiraum in ihrer Umgebung nicht mehr nutzen müssen.
    Weil dieser Freiraum heutzutage zu gefährlich ist?
    Weil Steuereinnahmen im Steuerwettbewerb wichtiger sind als die Bedürnisse der Anwohner (s. Waltramsberg)?

    Verantwortungsvolle Eltern, die sichs leisten können, sind schon längst in die Agglo gezogen.
    Die Stadt sorgt dann für gute Erreichbarkeit mittels billigen Tiefgaragenpätzen in der Innenstadt, gutem Parkplatzangebot bei Sportzentren und gratis unterhaltenen Stadtstrassen.

    In unserem Land herrscht Föderalismus. Wieso nicht in unserer Stadt?
    Wieso keine adäquate Quartiervertretung im Stadtparlament?
    Die Verkehrspolitik des Quartiervereins St.Fiden-Neudorf zB, dem grössten Wohnquartier östlich von Zürich, wird durch einen TCS-Angestellten vertreten. Wo ist seine politische Legitimation?
    Vertritt er die Anliegen der Quartierjugendlichen (z.B. seit Jahren geforderter sicherer Veloweg über die Schönbühlstrasse zu ihrer Oberstufe)?

    Erst wenn 6-jährige, die gemäss unseren veralteten Gesetzen gezwungen sind auf Autostrassen zu fahren und dies ihnen von Verkehrsinstruktoren der Stapo eingebleut und mittels Bussen daran erinnert werden, sicher mit ihrem bevorzugtem Verkehrsmittel Velo zu Sportstätten, Ludothek, Freihandbiblothek, Schulzahnarzt, zur Abklärung beim SPD, zu ihrer bevorzugten sozialen Umgebung wie Erwachsene fahren könne, erst dann haben wir sichere, soziale und erreichbare Stadtorte.

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