Was ist „dringend notwendig“?

Ich als Stadtbewohner war letzten Samstag seit Wochen wieder mal in der Innenstadt. (Mein Lebensmittelpunkt ist mein Wohnquartier, obwohl es extrem unattraktiver ist als der jetzige Marktplatz).

Der ganze Marktplatz war trotz schönstem Wetter voller Menschen, sodass ich vom Velo absteigen musste, um durchzukommen.

Wenn bei schlechterer Witterung und unzähligen Anlässen auf dem Marktplatz, kaum Leute dort anzutreffen wären, dann würde ich noch eine „dringend notwendige“ Umgestaltung verstehen.

Der Marktplatz ist bereits jetzt zu attraktiv.

Die Stadt St. Gallen in ihrem Einzugsgebiet inmitten von fast nur Landgemeinden zieht eher fast zu viele Menschen aus der Agglomeration an.

Vielleicht wäre es besser, den Agglomerations-Gemeinden etwas mehr Attraktivität abzugeben, damit diese auch mehr Verantwortung für die Region übernehmen könnten und nicht alles nur beim städtischen Steuerzahler hängen bleibt.

Für die Stadtbürger hat es bereits mehr als genügend Infrastruktur.
In Zeiten des immer härter werdenden Steuerwettbewerbs, der immer mehr volkswirtschaftliche Kosten (Bsp. Mobilität) in der Region verursacht als er in ein paar Pseudo-Bauerngemeinden einspart,  ist es nicht Aufgabe der Stadtregierung und -parlament für das Wohlergehen von steuergünstigen Agglomerationsgemeinden dh. für die Aufrechterhaltung des Steuerwettbewerbs zu sorgen.

Die Abstimmungen über die Beteiligung der Nachbarkantone an den kulturellen Ausgaben der Stadt sollten Vorbildcharakter haben.
Ich verstehe daher die Antwort auf die Eingabe vom Stadtparlamentarier Rosenblum, Einheimischentarife einzuführen, nicht.
Wie bei den kulturellen Ausgaben könnte die Stadt auch bei vielen anderen Ausgaben Einheimischentarife einführen. Gemeinden oder Kantone, die sich an diesen Kosten beteiligen, profitieren dann auch von den Einheimischentarifen. Die anderen zahlen kostendeckende Preise.

Hätte AR der Beteiligung an den kulturellen Ausgaben der Stadt St. Gallen zugestimmt aber AI nicht, dann wüssten AR-Bewohner, wie sich Stadtbewohner fühlen, wenn sie den vollen Eintrittspreis aber zusätzlich noch allfällige Defizite per Steuern mitfinanzieren müssten aber Innerrhödler nicht.

Der Stadt geht es gut, wenn sie den tiefsten Steuersatz und trotzdem die grösste soziale Durchmischung hat.

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Eine Antwort zu Was ist „dringend notwendig“?

  1. Peter schreibt:

    Eine massive Aufwertung des Marktplatzes könnte mit sowenig Geld realisiert werden, dass nicht mal eine Volksabstimmung nötig wäre.

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