Schon wieder Marktplatz

Tagblatt: Tag

‎“Elisabeth Beéry entgegnet daraufhin, das Volk würde eine ersatzlose Aufhebung der Parkplätze kaum hinnehmen“

Woher weiss Frau Stadträtin, was das Volk (=Stadtbürger?) will?
Gemäss Städteinitiative wollen sie nicht noch mehr Agglo-MIV (wenn schon, dann lieber Einheimischenparkplatztarife).
Frau Beéry hat nach der Annahme dieser Initiative ja zugesichert, dass sie für die freie Wahl der Verkehrsmittels sorgt, auch wenn das nur für Automobilisten zählt, aber nicht für gern velofahrende Stadtkinder.

Brauchen wir eine SP-Stadträtin, die Autopartei-Politik betreibt?
Sie hat ihre Chance gehabt; es wäre Zeit ihren Platz freizumachen für neue Impulse.

Es braucht endlich ein Wirtschafts- und bürgerfreundlicheres Bauamt.
Jemanden der das Bauamt auf das Nötige reduziert.
ZB: 18 Angestellte beim Baubewilligungsamt aber nur 3 Vollzeitstellen für über 8´000 Kinder beim Schulpsychologischen Dienst.
Ist Bauen wichtiger als die Entwicklung von Kindern?

Wir brauchen keinen Leiter des Baubewilligungsamtes, der beim Vorbeifahren nach vermeintlich illegalen Werbetafeln Ausschau hält, keine Bauamtsangestellte, die bei Schrebergärten Treibhäuser kontrollieren, alle 10 Jahre eine Wohneigentumsschätzung statt wie in den Agglogemeinden alle 20 Jahre, die massiv höhere Einkommens- und Vermögenssteuern zur Folge hat, keine jahrelange Rechtsstreite mit dem Bauamt, wenn man einen Privatautoparkplatz zum Veloparkplatz umfunktionieren will oder Jahrzehnte bis eine Wohnquartiersackgasse für mehr Freiraum für Kinder in eine Begegnungszone umgestaltet wird
etc. etc. etc.
Die Stadt

Wo sind die Vorteile bei der Markplatzumgestaltung für Velofahrer?

Ein paar Quadratmeter mehr Abstellfläche, während für gleich viel Personen im Auto unter dem Marktplatz tausendfach mehr witterungs- und diebstahlsichere Parkfläche erstellt wird?
Das Durchkommen für Velofahrer zwischen Fussgängern auf dem Marktplatz wird zu einem gefährlichen Unterfangen. Die Schweizer Fussgänger sind entgegen den Piazzas z.B. an der Via Emilia nicht schon seit Jahrzehnten auf das Miteinander von Fuss- und Veloverkehr, nicht nur in der Innenstadt sondern auf ganzen Stadtgebiet, eingestellt.
Beim Durchfahren der Vadianstrasse bin ich jedesmal froh, wenn ich nicht mit einem der plötzlich die Fahrbahn querenden Fussgänger zusammengestossen bin. Die Spisergasse ist für Radfahrer gesperrt, obwohl durch die Bauarbeiten im Gallusquartier kaum ein Durchkommen ist. Bei der Metzgerei Gemperli an der Kreuzung Schmid- Webergasse gibts für Velofahrer kein Durchkommen mehr, obwohl dort hunderte wenn nicht tausend Velofahrer täglich durchfahren.

Hab ich beim neuen Marktplatz als Velofahrer endlich den Spiessrutenlauf Marktplatz absolviert, stehe ich am Lichtsignal beim Schibenertor. Da ÖV in der Stadt St. Gallen immer Vortritt vor dem Veloverkehr hat (ist der besser für die Volksgesundheit oder braucht er weniger Energie oder Steuergelder?), werde ich da wohl ewig lange vor dem Lichtsignal warten müssen. Da ein Rückstau des MIVs vom Blumenbergplatz zur Einfahrt Marktplatztiefgarage gemäss städtischem Verkehrsregime unbedingt vermieden werden muss, werde ich als Velofahrer auch diesen den Vortritt gewähren müssen.

Vor 20 Jahren hatte ich für meinen Arbeitsweg weniger als 10 Minuten mit dem Velo. Bis vor 5 Jahren noch 12-13 Minuten. Heute brauch ich mindestens 20 Minuten. Sieht so die Förderung des Veloverkehrs aus?

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