Kapazitätsgrenze Stadtautobahn

Die Kapazitätsgrenze der Stadtautobahn soll erreicht sein?

Je schneller ein Auto fährt, desto mehr Platz beansprucht es (längerer Anhalteweg). Selbst mit 40km/h auf der Stadtautobahn hat man die Stadt schneller und v.a. stressfreier und damit unfallfreier und sicherer durchquert als auf Innerortsstrassen insbesonders für schwächere Verkehrsteilnehmer. Nur hats es auf der Stadtautobahn dann für doppelt so viele Fahrzeuge Platz wie bei 100 km/h.
Was also spricht dagegen, die Höchstgeschwindigkeit dem Verkehrsaufkommen für mehr Strassenkapazität anzupassen?

Ist billiger als Milliardeninvestitionen für eine Südspange (wieso nur für die Appenzeller, was ist mit dem Verkehr aus dem Thurgau, Rheintal usw.?), die dann andernorts eingespart werden müssen resp. nur für den Erhalt einer nicht mehr zeitgemässen Einteilung, weil die heutigen Mobilitätsmöglichkeiten ausser Acht lassenden Föderalismus ausgegeben werden müssen.
Ein Föderalismus der uns von einem Ausländer, Franzosen, zu unserem Wohl aufgezwungen wurde und den wir als Schweizerischen Wert bis zum Untergang resp. bis zu nicht mehr globaler Konkurrenzfähigkeit verteitigen.

ZB. ein voll besetzter Doppelgelenk-Trolleybus der VBSG verbraucht bei Tempo 50 inkl. Anhalteweg ca. 100m Verkehrsfläche. Personenautos mit statistisch 1,2 Personen besetzt, verbrauchen für die gleich Transportkapazität 60 x mehr also 6000 m Verkehrsfläche.

Wie soll dem Bürger vermittelt werden, dass es in der äusserst knapp bemessenen Stadtfläche wirtschaftlich sinnvoll ist, privaten Autoverkehr zuzulassen, wenn es sich nicht um Gehbehinderte, Handwerker oder Transporteure handelt?

Sonst kann man mittels Roadpricing den Zugang zur knapp vorhandenen Stadtfläche nach marktwirtschaflichen Kriterien zulassen.
Wer über genügend Kapital verfügt, kann es sich leisten in einem unterbesetzten Fahrzeug übermässig viel knappe Fläche zu beanspruchen.
Oder werden dann viele in diesem Fall Antikapitalisten gemäss vielgescholtenem SP-Parteiprogamm?

Zudem ist ein Angestellter nach Rushhour und Parkplatzsuche weniger leistungsfähig als derjenige der mit öV und erst recht mit Velo oder zu Fuss zur Arbeit kommt.

Kurze und nachhaltige Arbeitswege fördern die Leistungsfähigkeit am Arbeitsplatz, von der sozialen Integration auf dem Arbeitsweg und der immensen Kostenersparnis für unsere Volkswirtschaft mal abgesehen.

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Eine Antwort zu Kapazitätsgrenze Stadtautobahn

  1. michi@gallenblog.wordpress.com schreibt:

    Ich arbeite Schicht.

    Wenn ich morgens um 6 oder auch mal abends um 11 auf der Stadtautobahn unterwegs bin, merke ich nichts von Kapazitätsgrenze.

    Wieso muss man u.a. in der Industrie für globale Konkurrenzfähigkeit die Maschinen rund um die Uhr am Laufen halten, aber mitten in der Innenstadt sind die Büros wahrscheinlich nicht mal die Hälfte des Tages besetzt.

    Dafür soll ich den Bürolisten noch den Ausbau der Strassen mitfinanzieren.

    Ist sicher nicht geil für Berufschauffeure im Pendlerstau zu stehen.
    Vor allem wenn die meisten anderen Autofahrer in ihrer Freizeit den Stau verursachen.

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