Skilager

Tagblattartikel: Alles fährt Ski – das war einmal

Es gibt auch Familien, die aus ethischen Gründen auf Skifahren in weit abgelegenen Randregionen verzichten.
Weil sie nicht mehr Energie für Liften und Bahnen als für die eigene Bewegung verbrauchen wollen.
Weil sie nicht die Naturruhe der Flora und Fauna in den Bergen im Winter stören wollen.
Weil sie nicht das Ökosystem Alpen durch Schneekanonen austrocknen wollen.
Weil sie nicht Randregionen und damit die Zersiedelung inkl. Verkehrsinfrastruktur dorthin unterstützen wollen.
Weil sie die Kosten für solch elitären Sportarten, und nicht nur die Kosten, die Eltern selbst tragen müssen, sondern auch die für die Allgemeinheit, die als Bildungsausgaben verbucht werden, für bessere und in Zeiten des Klimawandels nachhaltigere Aktivitäten nutzen wollen. (Wie wärs mit einer Velotour, um so den Kindern nachhaltige Fortbewegungsmittel näher zu bringen?)
etc. etc.

Dabei hätte es rund um die Stadt genügend Möglichkeiten, um mal einen Wintersporttag abzuhalten.
Um die Kinder auf den Geschmack zu bringen, wie viele Beschäftigungsmöglichkeiten es auch im Winter draussen gibt. Statt nur zu Hause oder in Tagesschulen rumzuhocken oder in Hallen von Sportclubs zu künstlicher Bewegung angehalten zu werden, was in keinster Weise den natürlichen Bewegungsdrang von Kindern befriedigt.

Stubenarrest ist heutzutage keine Strafe mehr sondern der Normalfall.

Für Eltern, die grossen Wert aufs Skifahren legen, bleibt immer noch die sogenannte Sportwoche.
Diese Woche bedeutet jedoch für die meisten Kinder, eine Woche alleine zu hause rumsitzen, weil die Eltern arbeiten müssen und sich Skiferien nicht leisten können.

Da bestimmt ein Schulleiter für seine Schule, welche Werte für die Schüler wichtig sind, ohne dass diese oder deren erziehungsverantwortliche Eltern mitbestimmen können.
Kein Wunder sind viele Eltern auf zwei Einkommen und subventionierte Tagesschulplätze angewiesen, wenn sie gezwungen werden, solchen Luxus für ihre Kinder zu finanzieren, um nicht bei der Stadt für Zuschüsse betteln zu gehen.

Will Herr Krüsi Integration und Chancengleichheit, dann soll er besser für kind- statt lehrerautogerechte Umgebung im Quartier sorgen, wo sich Kinder in sicherer Umgebung treffen können. Das hat schliesslich schon seit Jahrtausenden gut funktioniert.

Integration und Chancengleichheit erreicht man nicht durch Kulturfaschismus. Indem man Skilager zum ordentlichen Unterricht erklärt, ist Widerspruch zwecklos und wer sich als Ausländer dagegen wehrt, wird gemäss angenommener Ausschaffunginitiative als Straffälliger ausgeschafft?

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Eine Antwort zu Skilager

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