Freie Schulwahl im FDP-SG-Blog

Mein Kommentar zum Artikel von Helga Klee im FDP-SG-Blog:

Gäbe es endlich individuelle Lernziele für jedes Kind, wären Diskussionen wie freie Schulwahl, Integration, Einschulung, alterdurschmischtes Lernen, Oberstufenzentren, Harmos etc. schon längst unnötig.

Jedes Kind sollte das Recht haben in seiner sozialen Umgebung aufgrund seiner persönlichen Ressourcen bestmöglichst gefördert zu werden.

Es braucht eine Schule für alle Kinder statt Regelklassschulen, Kleinklassen, Sonderschulen, Begabtenschule, Sprachheilschule, Privatschulen etc. etc.

So wie man von Kindern verlangt, dass sie ihre Hausaufgaben machen nämlich selbstständig und eigenverantwortlich, könnte man auch die meisten Schulstunden gestalten.

Das würde auch dazu führen, dass Kinder die pflichtbewusst und ruhig sind, weil sie etwas lernen wollen, gleichviel Aufmerksamkeit erhalten, wie die mit den grössten v.a. sozialen Defiziten.

Ich stimme ja zur freien Schulwahl, damit endlich mehr die Bedürnissen der Kinder respektiert werden.

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3 Antworten zu Freie Schulwahl im FDP-SG-Blog

  1. gallenblog schreibt:

    Yves Rossier (Direktor des Bundesamts für Sozialversicherungen):
    „Sonderschüler von heute sind IV-Rentner von morgen“.
    http://www.bluewin.ch/de/index.php/21,367081/Yves_Rossier__Sondersch%C3%BCler_von_heute_sind_IV-Rentner_von_morgen/de/news/inland/

    Wo ist die Qualität der öffentlichen Schulen? Wer schafft eine Zwei-Klassen-Gesellschaft?

    Viele Kinder, die in öffentlichen Schulen in die Sonderschule eingeteilt werden, schaffen in Privatschulen die Regelklasse.
    Kinder, die in Realschulen eingeteilt werden, schaffen in Privatschulen die Sekundarschule.
    Jugendliche, die die Kantonsschule nicht schaffen, bestehen die Matura in Privatschulen mit deutlich besseren Noten und erst noch massiv kostengünstiger.

    Was viele Privatschulen leisten, hat einen grossen volkswirtschaftlicher Nutzen, den öffentliche Schulen nicht leisten (wollen).
    Etwas mehr Respekt vor den Leistungen, die unsere Privatschulen erbringen, wäre angebracht.

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  2. gallenblog schreibt:

    @Frau Helga Klee

    Ihre Analyse ist differenziert und nachvollziehbar, scheitert aber an den Forderungen des Lehrerverbandes.

    Die Forderung nach mehr Lohn statt mehr Entlastung zeigt, dass den Lehrern wichtiger ist, was Ende Monat auf dem Bankauszug steht, statt tagtäglich befriedigende und erfolgreiche Arbeit mit Kindern.

    Auch der akute Lehrermangel verschiebt den Fokus von der kindgerechten Schule auf die lehrergerechte.

    Mein älterer Sohn in der 4. Klasse hat in seiner Schullaufbahn bereits 5 Klassenlehrer und insgesamt 28 verschiedene Lehrer gehabt. „Natürlich“ hat jeder Lehrer seine individuelle Didaktik, seine eigenen Regeln, gibt Hausaufgaben ohne Rücksicht was andere Lehrer schon aufgegeben haben etc.

    Das unter diesen Umständen nur die wenigstens Schüler Sekniveau erreichen ist klar, von angehenden Mittelschülern gar nicht zu sprechen.

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  3. gallenblog schreibt:

    Es braucht keine freie Schulwahl sondern nur eine freie Didaktikwahl.
    Die Diktaktik wird dabei einzig und allein von den Fähigkeiten des Kindes bestimmt.
    Es ist widersinnig, dass man das Schulhaus wechseln muss, um eine angepasste Didaktik zu erhalten.
    Kann doch nicht sein, dass man in einem Fach gute Noten hat und kaum wechselt der Klassenlehrer, hat man Mühe.

    Heute ist der Lehrer frei in der Wahl der Didaktik, die er in seiner Klasse anwendet. Vielleicht hat diese bei der meisten Schülern in früheren Klassen gut funktioniert. Sie kann aber bei einer neuen Klasse zu Über-/Unterforderung der Schüler und des Lehrers führen.

    Mit Förderkonzept, Oberstufenzentren, Basisstufe, etc. wäre das schon seit langem angedacht. Scheitert aber u.a. ständig an den Forderungen des Lehrerverbandes, der aber nur eine Minderheit aller Lehrer vertritt.

    Als Lehrer würde ich momentan nicht mehr Lohn sondern bessere Arbeitsbedingungen fordern.
    Zum Beispiel besser Unterstützung bei der Einführung der individuellen Beschulung.

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