Belastung durch Eigenmietwert

Zum Lesebrief im Tagblatt:

Heutzutage haben die meisten Erwachsenen Kinder, wenn sie bereits 30 sind. Sie hätten entweder als Studierte schon für mehrere Jahre ein Spitzeneinkommen nur für sich selbst oder seit einem Jahrzehnt (sprich seit Lehrabschluss) ein durchschnittliches Einkommen, mit dem andere eine ganze Familien „ernähren“ müssen.

Sie hätte also bis zur Familiengründung genügend Zeit gehabt, um Geld anzuhäufen und sich damit Wohneigentum leisten zu können. Damit Wohnen mit Familie für sie nie zu einer finanziellen Belastung werden kann.

Wer aber gespart hat und über höhere Eigenmittel beim Wohneigentumskauf verfügt, wird dann, wenn er Kinder hat und nur noch über +/- ein Einkommen verfügt, nicht nur durch höhere Einkommens- und Vermögenssteuern bestraft, sondern auch durch höhere Tagesschul- und Krippenpreise, höhere Schulzahnarztselbstbehalte und auch weniger Krankenkassenverbilligungsprämie (resp. allem was nach sog. „Sozialtarifen“ berechnet wird).

Am schlimmsten kommst dann wenn eine neue Schätzung des Wohneigentums erfolgt. Dann muss man ohne selbst einen Mehrwert zu haben, die Wohnung ist dadurch nicht besser bewohnbar, massiv mehr an die Allgemeinheit abliefern.

Was ist wenn jemand seine 2. oder 3. Säule zwecks Hypothekentilgung auszahlen lässt statt Rente zu fordern? Auch dann erfolgt eine massive Mehrbelastung durch die öffentliche Hand.

Wenn dann die Kinder aus der grossen Wohnung oder gar dem Einfamilienhaus ausgezogen sind und man eigentlich eine kleinere und damit auch leichter finanzier- und unterhaltbare Wohnung will?
Dann liefert man dem Staat soviel Grundstückgewinnsteuern ab wie man das restliche Leben für die viel zu grosse Wohnung/Einfamilienhaus bezahlt.

Kein Wunder werden Einfamilienhausquartiere älteren Datums hauptsächlich immer noch von alleine lebenden Witwen oder pensionierten Ehepaaren bewohnt statt dass diese frei wären für Familien mit Kindern.

siehe auch Artikel vom  28.07.10

Während die AHV-Rente, die für viele nur noch der Befriedigung von Freizeitbedürfnissen dient und diese sich eigentlich selbst ansparen hätten können, ständig der Teureung angepasst wird, bleiben Sozialausgaben wie Steuerfreibeträge oder Kinderzulagen jahrzehntelang auf gleichem Niveau.
Auch wenn die Krankenkassenprämien für Kinder in unserem Kanton in den letzten Jahren jährlich zwischen 10-20% höher wurden ohne dass die Verbilligungsprämien von der zuständigen SP-Regierungsrätin entsprechend angepasst wurden.

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