Mail an NR Ulrich Giezendanner

Sehr geehrter Herr Giezendanner

Sie sagen anlässlich der Offroaderinitiative, dass Sie nicht an den Klimawandel glauben.

Glaube gehört für mich in die Kirche und nicht ins Bundeshaus.

Ich glaube auch nicht, dass ich jemals auf Zwangsversicherungen wie Arbeitslosenhilfe, PK, AHV oder auf das Sozialamt etc. jemals angewiesen bin, weil ich mich jetzt schon für diese Eventualitäten durch persönliches Sparen absichere.

Und falls ich höchst unwahrscheinlicherweise wirklich in eine solche Notlage kommen sollte, habe ich genügend Geld beiseite gelegt, dass ich noch für Jahrzehnte den gleichen Lebensstil meiner Familie aus eigener Tasche garantieren kann.
Und das nicht weil ich so viel verdiene, sondern weil wir als Familie so wenig brauchen.
Wir sind halt richtige Schweizer, die lieber arm sind und versuchen mit den Ressourcen der Schweiz auszukommen als vom Staat oder vom Ausland abhängig zu sein.
Da hungere ich lieber bis Mai auf einer Alpweide, als dass ich vor Gessler den Hut ziehe.

Falls im gemäss Naturwissenschaftler viel wahrscheinlicheren Fall von Klimaerwärmung (dem Naturwissenschaftler Zahnarzt muss ich auch „glauben“, dass mein Loch geflickt werden muss) als das ich auf die Sozialwerke angewiesen bin, die Klimaerwärmung trotzdem eintrifft, kann ich mich aber weder per Staat noch privat dagegen versichern lassen.

Da ich bereits Ihre Aufmerksamkeit habe, zudem:
Als Lastwagenchauffeur der abends mit verderblicher Ware im Berufspendlerstau steht, wo fast jede Kiste daneben nur von einer Person besetzt ist und diese mit Navi, Handy, IPhone etc. ihren Feierabend geniessen, während ich hoffe, dass ich meine Ware noch rechtzeitig ausgeliefert und ich meinen Kinder noch Gutenacht sagen kann, begreife ich nicht, wieso sie den Ausbau von Strassen propagieren.
Für den Berufsverkehr resp. für eine funktionierende Wirtschaft hätte es in der Schweiz mehr als genügend Strassenkapazität. Wieso Berufsfahrer mit voller Ladung den Ausbau der Strasseninfrastruktur für den unvolkswirtschaftlichen Freizeitverkehr mitfinanzieren müssen und dann trotzdem im Stau stehen, begreife ich nicht.

Daher bin ich gegen die Offroaderinitiative.
Es macht ein Unterschied, ob jemand seinen SUV als Taxi für die Fahrt zur Arbeit mit den Arbeitskollegen gebraucht, ob man damit den Wocheneinkauf für Mitbürger in der Randregionengemeinde erledigt oder ob man mit dem A-Energieklasseauto (sprich Gutmenschenauto) in der steuergünstigen Vorortsgemeinde länger im Bett liegenbleiben kann, obwohl der Arbeitsplatz in linksgrünen Wirtschaftszentren liegt.

Mit freundlichen Grüssen

Advertisements

Über gallenblog

gallenblog@gmail.com
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein abgelegt und mit , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s