Beitrag auf HP von Bastien Girod

Ich bin weniger auf Glück aus als auf Zufriedenheit.

Glück ist, wenn meine Kinder gesund zur Welt kommen.
Glück ist, wenn meine Frau auf ihrer täglichen Velofahrt vom Arbeitsplatz gesund zur Familie heimkehrt.
Glück ist, wenn man für die Velotour ins Ausland alle Anschlusszüge erwischt und in diesen erst noch die Velos der ganzen Familie inkl. Zeltplatzausrüstung unterbringen kann.

Zufriedenheit ist, wenn man genügend gesunde Nahrung und Trinkwasser zur Verfügung hat und im Notfall die Krankenversorgung garantiert ist.

Dafür brauchts ein global nachhaltiges, bedingungsloses Grundeinkommen, das wenigstens obige minimale Existenzbedürfnisse garantiert.

Dies ist nicht mal in der Schweiz garantiert resp. ein Leben nur mit diesen minimalen Bedürfnissen wird weder gesellschaftlich noch von irgend einer Gemeinde akzeptiert.
Ich bin seit Jahren auf der Suche nach einem Stück Landwirtschaftsland, wo wir wenigstens für uns möglichst grosse Selbstversorgung sichern können.
Da ist aber nichts zu machen, weil massiv subventionierte Schweizer Nutztierbauern auf möglichst viel Fläche zur klimaerwärmenden Tierfäkalienentsorgung angewiesen sind.

Wieso ist es nicht möglich, in der Schweiz global nachhaltig zu leben?
Man wird im Gegenteil als Bewohner der Schweiz dazu gezwungen, auf Kosten Anderer und Zukünftiger zu leben.
Ist Leben in der Schweiz ethisch noch verantwortbar?

Kann man als Grüner resp. als eigenverantwortliches Individuum, das global denkt und lokal handelt, noch guten Gewissens in der Schweiz wohnen?

Zur Offroaderinitiative:
Ob meine Kinder auf ihrem Kindergarten- resp. Schulweg beim Überqueren der Kantonsstrasse von einem Offroader oder einem Smart angefahren werden, hat auf ihre Überlebenschancen im Kollisionsfall kaum Einfluss.
Ob ein Offroader weniger und dafür ein Smart mehr auf der Strasse mehr bringt, als wenigstens ein Auto weniger auf der Strasse als potenzieller Gefahrenherd, ist fraglich.

Die freie Wahl des Verkehrsmittels hat scheinbar immer noch oberste Priorität in unserer Verkehrspolitik auch wenn sie ökonomisch (Verkehrsfläche pro transportierter Person, Energieverschleiss, Gefahrenverursachung, Lärm, die Individualisierung und Anonymisierung fördernd und dadurch die soziale Integration der Gesellschaft verhindernd etc.) und v.a. volkswirtschaftlich massive Kosten verursacht.
Lieber haben wir übergewichtige Menschen, Kinder mit massiven sozialen und anderen Entwicklungsdefiziten, Ausländerpobleme in Ghettos an dicht befahrenen Autostrassen etc. Oder sind Bergschulen besser wegen der Höhenluft?

Wie kann unsere Gesellschaft so noch in Zukunft global konkurrenzfähig sein, von dem unser Wohlstand abhängig ist?
Hoffentlich nicht indem wir weiter Kriege (im Kongo für jährlich ein neues Handy), menschenrechtsfeindliche Staaten (Schariastaaten für den Betrieb von erdölverschwendenden Verhaltensweisen), Unrechtsregime (Billigproduktion aus China ohne irgendwelche Möglichkeit soziale oder ökologische Mindeststandarts zu fordern) etc. unterstützen.

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