Lehrermangel

Diskussion im Forum kindgerechte Schule:

Der Lehrermangel wird weiter zunehmen und Massnahmen dagegen werden nur marginale Auswirkungen haben.

Darum bleibt der einzige Weg beim Schüler anzusetzen.

Schüler müssen ressourcenorientiert lernen mit individuellen Lernzielen. Dafür müssen sie selbständig, eigenverantwortlich und autodidaktisch (worin Kinder den Erwachsenen weit überlegen sind) lernen.
Das Kind bestimmt die Didaktik und nicht Erziehungsräte, Schulämter oder Lehrer.
Dafür brauchts Lerncoaches wie auch die vermehrte Unterstützung der Eltern.
Das Ziel muss einzig und allein darin liegen, innerhalb der obligatorischen Schulzeit aus jedem einzelnen Kind gemäss seiner individuellen Ressourcen das Möglichste herauszuholen.

Die nötigen Fachkenntnisse dafür wären eigentlich schon lange zum Teil seit Jahrhunderten vorhanden.

Gute Lehrer sind nicht nur Vorbilder, sondern machen ihre Schüler zu Vorbildern.
So erhalten Lehrer auch den nötigen Respekt der Gesellschaft.

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2 Antworten zu Lehrermangel

  1. Heike schreibt:

    Lieber ELTcarlo
    Ich glaube nicht, dass Ihr Weg bei der Problematik Lehrermangel weiterhilft. Individuelle Lernzielformulierung bedingt auch individuelle Begleitung – also mehr Personalaufwand. Erziehung hin zu eigenverantwortlichem Lernen ist sicher sinnvoll, aber bei unseren Kindern sähen wir tagtäglich Grenzen bei selbstverantwortlichem und autodidaktischem Lernen. Ohne eine Lehrperson, die jeweils die dem Kind angemessene Didaktik wählt, kann ich mir erfolgreiches Unterrichten nicht so recht vorstellen.

    Lerncoaches sind zu wenig umfassend. Ich bin froh, dass uns die Schule bei der Erziehung unterstützt bzw. ergänzt. Schule muss mehr sein als Stoff lernen.

    Ein Patentrezept gegen den Lehrermangel haben wir auch nicht. Wir sind einfach froh, dass unsere Kinder engagierte Lehrpersonen haben und sagen es ihnen auch.

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  2. gallenblog schreibt:

    Individuelle Begleitung heisst nicht, dass jedem Schüler rund um die Uhr ein Lehrer zur Seite gestellt wird. Die individuell angepasste Didaktik muss nicht ständig neu ausgewählt und angepasst werden.

    Meine siebenjährige Tochter ist in einer Klasse, wenn die Lehrerin um acht Uhr ins Klassenzimmer kommt, sind bereits alle Schüler ruhig an ihrem Pult am Arbeiten, weil sie bereits wissen, was zu tun ist. Wenn bei meinem zehnjährigen Sohn die Lehrerin nur für fünf Minuten das Klassenzimmer verlässt, herrscht so ein Durcheinander, dass dann die Lehrerin eine halbe Stunde braucht, bis die Kinder wieder aufnahmefähig sind. Solche Sachen nerven meinen Sohn extrem und hat dazu geführt, dass er Schule nur noch als Pflichterfüllung ansieht und keine Sekunde mehr für seine Bildung leistet als er muss. Im Umkreis von einem Kilometer von unserem Wohnort hat es fünf Kindergärten, aber kein einziger bietet eine Alternative zum gängigen Schulsystem wie z.B. Basisstufe an. Nicht mal an öffentlichen Schulen gibts freie Schulwahl und erst recht keine freie Lehrer- resp. Didaktikwahl.

    Der Lehrer soll nicht eine Didaktik wählen, bei der sich die eine Hälfte der Klasse langweilt und die andere nur Bahnhof versteht.
    Kein Lernziel für eine Klasse (oder sogar schweizweit nach Harmos), bei der die eine Hälfte unter- und die andere überfordert ist. Bei individuellen Lernzielen brauchts keine Harmonisierung.
    Bei viele schulische Aufgaben wird von den Schülern bereits Eigenverantwortung und Selbständigkeit erwartet: bei den Hausaufgaben, im Zeichnen, bei der Handarbeit, bei Prüfungen etc. etc.
    Wieso kann der Schüler, der Bruchrechnen verstanden hat, nicht im Mathestoff weiterfahren, sondern muss warten bis die Mehrheit der Klasse das kapiert hat. Wieso wird mit dem Stoff weitergefahren, wenn es noch Schüler hat, die eigentlich noch etwas mehr Zeit für das Verständnis benötigen würden.

    Insbesondere durch Über- oder Unterforderung verliert ein Schüler die Lernmotivation und fällt dann dafür auf durch Unterricht stören, Schulschwänzen, mangelnde Leistungsbereitschaft etc.

    Lernen macht insbesondere Kindern Spass. Nur sollte man das auch kindgerecht vermitteln können.
    Alle Kinder freuen sich auf die Schule, kaum sind sie aber ein paar Wochen dort, jubeln sie, wenn an einem Nachmittag die Schule ausfällt. Dabei wären alle Kinder, auch die im Tierreich, von Natur aus mit einem unbändigen Lernwillen ausgestattet.

    Die Schule sollte die Eltern in der Erziehung unterstützen. Heutzutage ist es jedoch meist umgekehrt, falls Eltern überhaupt noch zur Erziehungsarbeit angehalten werden. Lieber investiert man in Krippen und Tagesschulen, damit der Staat mehr Steuereinnahmen generieren kann, statt dasa Geld in die Elternbildung zu investieren nach dem Motto: geht euch im Berufsleben individuell frei einfalten, wir kümmern uns schon um eure Kinder. Als wäre Erziehungsarbeit nicht auch ein grosser Gewinn für die persönliche Entwicklung einer Mutter UND eines Vaters (für die berufliche Karriere würde nach den Kindern eigentlich noch genügend Lebenszeit zur Verfügung stehen).
    Immer mehr v.a. soziale Aufgaben werden nur noch der Schule aufgebürdet. Unter dieser immer grösser werdenden Last sind die Lehrer logischerweise zunehmend überfordert.
    Schliesslich sind aber immer noch die Eltern die Erziehungsverantwortlichen in unserem System. Darum sollte vermehrt auch dort angesetzt werden.

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