Velojournal: Beiträge im Blog

Ab ins Revier
Gleichstellung ist wohl das Minimum.
Würden in der Verkehrsbewältigung endlich auch ökonomische Werte (indiv. resp. Volkwirtschaftskosten, Platzverbrauch, Gefahren, Volksgesundheit, innerstädtisch auch Zeitaufwand etc. etc.) beachtet werden, würde wohl nur noch das Velo gefördert werden.

und:

Velos haben in der Schweiz den Stellenwert eines Beförderungsmittels verloren und werden nur noch als Sportartikel angesehen.
Sich im Alltag genügend bewegen und dafür nicht auf sportliche Aktivitäten für die eigene Gesundheit angewiesen sein, ist  out.

Da werden bereits Kindern vom Bund drei Turnlektionen vorgeschrieben (http://www.parlament.ch/netshow/ShowVideo.asp?Datum=20100915&Zeit=062344&Rat=NR) statt dass man für genügend sichere und kinderentwicklungsfreundliche Wohnquartiere und Schulwege sorgt. Hauptsache der Autoparkplatz vor dem Sportverein ist genügend gross?
Als könnten mehr Turnstunden die multisensorischen Reize, die für ihre gesunde Entwicklung unabdingbar sind, ersetzen, die Kinder beim freien Spielen in Wäldern, auf Wiesen, Quartierstrassen etc. erfahren.
Wieso muss der Mensch etwas künstlich machen, das die Natur seit Jahrtausenden bereits für den Menschen zur Verfügung gestellt hat resp. wofür der Mensch vorgesehen ist.
Der Mensch ist nicht gemacht, um in geschlossenen Räumen auf harten Böden einseitige Bewegungen zu machen. Das führt nur zu den vielen Sportunfällen.

Als ich letzthin vom Basel den Rhein Richtung Bodensee entlanggefahren bin, habe ich die verschiedenen Stellenwerte des Radfahrens gemerkt: in der Schweiz ständig rauf und runter, eben Sport. Auf deutscher Seite Genussradeln auf möglichst geraden Strecken. Die Bewegung beim Radfahren ist dort ein willkommener Nebeneffekt des Unterwegsseins.
Genauso wäre es bei der Fahrt mit dem Velo zur Arbeit, zum Einkaufen, beim Einkaufstaschenschleppen, beim Treppensteigen,  etc.

Mein Beitrag hat vielleicht nicht direkt Bezug aber ist auch ein wichtiger Aspekt ihres Blogartikels.
Ohne genügend Bewegung im Alltag statt nur in der Freizeit wird das nichts mit der Gesundheitsförderung. Ohne noch auf die vielen positiven sozialen Aspekte des Langsamverkehrs einzugehen.

Velochaoten
Ein typisch schweizerisches Problem.
Das merkt man besonders, wenn von Velotouren aus dem angrenzenden Ausland wieder in die Schweiz zurückkommt.

In Italien können Rennvelofahrer selbst auf Staatsstrassen (SS) nebeneinander fahren, ohne dass irgendein Autofahrer hupt oder mit der Masse seines Autos durch nahes Vorbeifahren oder Ausbremsen Mitbürger erziehen muss. Die fahren schön hinter den Radfahrern bis sie diese gefahrlos überholen können.

Advertisements

Über gallenblog

gallenblog@gmail.com
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein abgelegt und mit verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s