Eigenheim wäre der einzige Weg

Aus Beobachter

Wieso hat das reichste Land der Welt am meisten Wohnungsmieter? Weil sich das nur Reiche leisten können.
Für was gibt man in seinem Leben mehr Geld aus als fürs Wohnen?
Wer sich vor Jahrzehnten Wohneigentum geleistet hat statt zu mieten, hat heute keine Geldprobleme mehr.
Wieso soll das heute anders sein, ausser man rechnet mit dem Niedergang unseres Landes.
Was Banken, Versicherung, Pensionskassen etc. machen, könnte eigentlich jeder Bürger auch selbst machen, selbstverantwortlich für die sichere Anlage seines ersparten Geldes verantwortlich sein.
Nämlich sein Geld in die sicherste aller Anlagen Wohneigentum zu investieren und dadurch, wie zumindest unsere umliegenden Länder, das Wohnen demokratischer mitzubestimmen und nicht irgendwelchen kurzfristig denkenden, bonibefeuerten Spekulanten zu überlassen.
Habe ich Ende Jahr vorig Geld, dann entscheidet sich der Wohneigentümer in die Abzahlung seines Eigenheims, um seine Wohnkosten im Folgejahr zu verringern; der Mieter verprasst es für ein neues Auto, für teure Ferien, für Sachen die nur dem kurzfristigen Konsum dienen. Fehlen ihm aber dann die Mittel bei Engpässen, muss dann aber der Staat mit reichhaltigen Sozialversicherungen zur Stelle sein.
Wer aber Ende Jahr 10´000 Fr. gespart hat und damit die Hypothek für im nächsten Jahr billigere Wohnkosten abbezahlt, zahlt dann nicht nur mehr Einkommens- und Vermögenssteuern, sondern erhält auch weniger Krankenkassenverbilligung, zahlt mehr für Krippenplatz, Schulzahnarzt etc. als jener, der für diese Ersparnis ein altes 2. Occasionsfamilienauto gekauft hat, das man nicht mal bei der Steuern angegeben werden muss.
Während die AHV-Rente ständig der Teuerung angepasst wird, sind die Steuerfreibeträge für Wohneigentümer seit Jahrzehnten gleich, auch wenn man auf Hinblick auf die Familiengründung als Single darauf gespart hat.
Dieses Steuersystem ist nur darauf ausgerichtet, dass Banken und Versicherung möglichst viel Gewinn machen und hohe Boni auszahlen können.
Wir wohnen zwar billig, aber ausser maximaler Franchise, Arzt im nahen Ausland, geschweige denn einen Zusatzjob annnehmen und die Kinder in die Tagesschule schicken, können wir aufgrund unseres hohen Eigenmietwertanteils (ist die Hälfte unseres steuerbaren Einkommens) und aufgrund des immer höheren geschätzten Werts unserer Eigentumswohnung nicht mehr leisten.
Unser Nachbar in der gleich grossen, aber Mietwohnung, auch mit 2 Kindern, hat durch das Sozialamt fast doppelt so viel Einkommen zur Verfügung wie wir. Die können sich dafür Ferien in der Südtürkei leisten, während wir mit 2 Wochen Velotour und Zelt auf den Campingplätzen in der Region trotzdem zufrieden sind.
Trotzdem fühlt man sich durch den Staat für Eigenverantwortung bestraft.

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