Solarkraftwerk Haldenkirche

Schön, dass das unansehnliche Dach der in der Höhe überdimensionierten Haldenkirche für Sinnvolleres als nur für die christliche Optik gebraucht wird.

Wer aber mit so wertvoller da nachhaltiger Energie versorgt wird, müsste auch sein persönliches Verhalten ändern.
Werden Kirchgänger aufgerufen, möglichst energiearm sich zu kirchlichen Anlässen zu begeben? Wird ihnen zugemutet, an einem kalten Wintertag die Messe im Wintermantel zu verbringen? Gehen die Haushalte, die nun mit Solarstrom versorgt werden, bewusster mit der Energie Strom um?
Ist die Kirche Halden darum die erste energieautarke (braucht keine Energie mehr von anderen) Kirche der Schweiz?

Im Gegenteil: Kirchenanlässe führen meist zu einem Verkehrschaos auf der Wohnquartier-, Kindergarten- und Schulwegstrasse (Bsp. Messen, Kinderkleiderbörsen, Abdankungen, etc.). Zudem spendiert die Kirche einen ganzjährigen Gratisparkplatz an der Oberhaldenstrasse, damit Angestellte und Besucher des Altersheims Halden, Lehrer der nahen Schule, Besucher der nordseitigen Wohnhäusern von ausserhalb problemlos und erst noch gratis (resp. auf Kosten der Kirchensteuerzahler) parkieren können und nicht mit öV oder als „Langsamverkehrsteilnehmer“ die letzten paar Mobilitätsminuten auf sich nehmen müssen. Wäre ja „schlimm“, wenn Kirchengänger, Lehrer, Angestellte, Trauernde auf dem Weg zur Kirche noch ein paar Worte mit anderen Menschen wechseln müssten.
Selbst die Konfirmanden des Quartiers leisten sich eine energieintensive Reise per Flugzeug nach London. Man hat für deren Finanzierung dafür die Quartierautos auf Hochglanz gereinigt.
Frei nach dem Gutmenschenmotto: ich leiste mir eine Solaranlage, dafür kann ich guten Gewissens per Flugzeug in die Ferien, auch wenn das Kerosin aus menschenverachtenden Schariastaaten, aus Nigeria, aus dem Golf von Mexiko etc. kommt.

Solaranlagen ja, aber als Ersatz der heutigen nicht nachhaltigen Energie und für mehr Selbstbestimmung durch weniger Fremdbestimmung.

Nachhaltigkeit eines Landes führt über Autarkie, auch wenn das in der Schweiz schwieriger ist als anderswo. Lieber reich an Freiheit und Unabhängigkeit als an Geld.

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