Bäder-Subventionitis

Der Stadtrat subventioniert Bäder in der Stadt aus Gründen der Gesundheitsprävention, sportlichen Ertüchtigung und vernünftigem Freizeitverhalten.
Tönen ja sehr nobel diese Beweggründe. Haben diese Ansprüche auch Gemeinderäte aus Mörschwil, Speicherschwendi, Häggenschwil, Berg, Speicher, Rehetobel, Teufen etc. etc. für ihre Bewohner?

Ich spule 80% meiner Mobilität mit dem Fahrrad ab: beim Arbeitsweg, beim Einkauf, in der Freizeit. Scheint gemäss Stadtrat weniger sinnvoll, da er nicht mal einen Bruchteil des Betrages, die er für Unterstützung der Schwimmer investiert, für Velofahrer ausgeben will (brauch ich auch nicht. Mit weniger berhinderndem Autoverkehr und VBSG-Bussen wäre mir schon mehr als genügend gedient).
Ich brauche kein Sportangebot, da ich mich im Alltag schon genügend bewege, wenn auch mit massiven Einschränkungen durch MIV und öV.
Oder anders gesagt: braucht ein Bauarbeiter ein von der Krankenkasse subventioniertes Fitnessstudioabo?

Da liest man in unzähligen Leserbriefen im Tagblatt, wie Agglos ein zusätzliches Hallenbad in St. Gallen fordern.

Wieso finanzieren die ihr Hallen- und Freibad nicht selbst?
Im Gegenteil: wer zB in Mörschwil wohnt und ins Blumenwies baden geht, wird von seiner Gemeinde noch finanziell unterstützt, da Mörschwil sich dadurch ein eigenes Hallenbad spart.
Das Defizit der städtischen Bäder aber finanziert einzig und allein der Stadtsteuerzahler.
Es ist absehbar, dass der Stadtrat inkl. Statdparlament auf diese Forderungen der Agglos eingehen und für den Grossteil der daraus resultierenden Kosten die Stadtbürger bluten lassen.
Viele vor allem der ausländischen Wohnbevökerung, Kosovaren, Türken, Serben, Bosnier, Tamilen, Afrikaner etc. benutzen dieses Freizeitangebot nie, vor allem weil es für sie zu teuer ist (die Stadt muss dann aber Gratis-Schwimmunterricht an Schulen finanzieren getarnt als Bildungsausgaben).
Trotzdem müssen sie aber aufgrund der hohen Abgaben und Steuerpolitik unserer Stadt, die Bedürfnisse von Auswärtigen aus der steuergünstigen Agglo, vielfach im teuren Einfamilienhaus wohnend, mitfinanzieren.

Wann merkt unser Stadtrat endlich, das er Stadtrat der Stadtbürger ist und nicht der Region.

Würden Stadtbürger solche Infrastruktur, die auch den Agglos zu Gute kommt, nicht finanzieren, würde schnell der Kanton/Bund einspringen.
Wäre es so schlimm, wenn die Steuerquote von Kanton und Bund höher wäre und dafür diejenige des Wirtschaftszentrums St. Gallen, wo die meisten Arbeitsplätze liegen, tiefer?

Wenn schon Unterstützung durch die Stadt, dann brauchen wir in der Stadt eine Tarifgestaltung, die nur Einheimische subventioniert und von Auswärtigen einen kostendeckenden Preis verlangt.

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