Beitrag im CVP-Blog

CVP-Rorschach
Scheinbar ist der CVP des Bezirks Rorschach als einzige an der Meinung ihrer Bürger interessiert.

Die CVP ist ganz auf die SP-Linie geschwenkt und sieht Fremdbetreuung von Kindern als vordringlichstes Familienproblem.

Auch CVP-Stadträtin und Schuldirektorin Eberhard will sich sozialpolitisch profilieren und engagiert sich vehement für ausserschulische Betreuungsangebote, bezahlt aus dem Topf der Bildungsausgaben, statt dies ihrem Parteikollegen und Rats-„genossen“ Cozzio als verantwortlicher Stadtrat für Soziales zu überlassen. Dabei sind die familienpolitischen Fachpersonen in diesem Amt angestellt: Elternberatung, Familienbegleitung, Vormundschaftsbehörde etc.

Hat schon jemand seine Kinder gefragt, ob sie das Mittagessen lieber in der Schule oder mit den Eltern einnehmen möchten?
Hat schon jemand seine Kinder gefragt, ob sie ihre Freizeit lieber in Wäldern, auf Wiesen, auf Spielplätzen oder einfach nur auf ihrer Wohnquartierstrasse mit Nachbarskindern verbringen wollen oder lieber in der Nachmittagsbetreuung im Schulzimmer mit pädagogisch „wertvoller“ Beschäftigung?
Unsere Schule ist ja nicht mal fähig die Kinderrechtskonvention der UNO einzuhalten.

Durch den massiven Verbrauch von Steuergeldern in der Schule zum Aufbau von Tagesschulen fehlen dafür die notwendigen Mittel für die eigentliche Bildung.
Gibts in der Stadt St. Gallen eine Basisstufe, ein Oberstufenzentrum mit fächerspezifischen Leistungsklassen, individuelles Lernen, Schulsysteme mit Lernstandsgruppen etc. statt Separation.
Das längst fällige Förderkonzept des kantonale Bildungsamtes, das bald in allen Gemeinden des Kantons eingeführt ist, lässt in der Stadt St. Gallen immer noch auf sich warten, weil Lehrer verständlicherweise Widerstand leisten, da die verantwortliche Schuldirektorin bis heute die notwendigen Mittel immer noch nicht gesprochen hat.
Und dies obwohl die Stadt St. Gallen die Kinder mit den entwicklungsspezifisch heterogensten Ressourcen des ganzen Kantons aufweist.

Wird mit Tagesschulen etwas gegen Bewegungsarmut und Übergewicht von Kindern getan?

Steuereinnahmen von arbeitstätigen Müttern, scheinbar haben Kinder keine Väter sonst würde Stadträtin Eberhard bei der Präsentation des FSA+ nicht nur von Müttern reden, sind scheinbar wichtiger als gut gebildete Kinder, die auch in Zukunft unseren Wohlstand im globalen Konkurrenzwettbewerb sichern können.
Auch Länder wie China, Indien, Brasilien etc. verfügen heutzutage über das pädagogische Fachwissen, um ihre Kinder optimal zu fördern.

Während Landgemeinden zur Erhaltung einer gemeindeeigenen Schule möglichst allen Kindern den Besuch der Regelklasse ermöglichen, betreibt die Stadt St. Gallen Separation durch Kleinklassen, Einführungsklassen, Sonderschulen etc.
Die Stadt hat ja ihren Ruf dank jahrzehntelanger CVP- und FDP-Mehrheit in Parlament und Stadtrat als Steuerhölle zementiert. Da ists ja ein Leichtes die steuerzahlende Stadtbevölkerung weiter für miese Leistungen abzuzocken.

Die bildungspolitischen Leistungen von Stadträtin Eberhard sind miserabel. Sie war in ihrer bisherigen Amtszeit nicht mal fähig, die Forderungen des kantonalen Bildungsamtes fristgerecht umzusetzen.
Geschweige denn die bildungspolitischen Ansprüche der CVP in ihre Politik einfliessen zu lassen.
Dabei hatte ich in sie, als erste Mutter in diesem Amt, so viel Hoffnungen gesetzt und wurde nur enttäuscht.
Kein Wunder stoppt SVP-Bildungsdirektor Kölliker alle Bildungsreformen, wenn er sieht wie mangelhaft und mit wenig Engagement der Verantwortlichen Schuldirektoren diese umgesetzt werden.

Die CVP ist sozialpolitisch auf SP-Linie, bildungspolitisch auf SVP-Linie. So kann man sich auch zur Mitte zählen.

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Eine Antwort zu Beitrag im CVP-Blog

  1. Ditron Sivic schreibt:

    Ich stimme zu, dass es sicher nicht der richtige Weg ist auf der einen Seite mit der SP, auf der anderen Seite jedoch dann mit der SVP zu sympathisieren.
    Es sollte hier ein einheitlicheres Programm gefunden werden.

    Eine gewisse Separierung der Klassen finde ich hingegen gerechtfertigt, denn so kann auf spezielle Bedürfnisse der Kinder auch besser eingegangen werden. Sei dies eine besondere Förderung für besonders Begabte oder aber auch gezielte Unterstützung für schwächere Schüler. In grossen und gemischten Klassen wäre dies sicherlich häufig nicht möglich.

    Eine gute Bildungspolitik, die unsere Kinder gut ausbildet und auf den Ernst des Lebens vorbereitet, ist ja schliesslich in der heutigen Zeit wichtiger denn je.
    Schade, dass in St. Gallen das Parteiprogramm der CVP, welches sich ja klar für eine bessere Bildungspolitik engagiert, in diesem Falle nicht vollends umgesetzt wird!

    Gruss, Ditron

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