Tolerant?

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Leserbrief im Tagblatt v. 4.6.2009 Artikel

Tolerant in der Pension

52 Jahre war ich berufstätig. Dienstleistung Frischprodukte, und davon 21 Jahre im Bereich Partyservice. Mit vielen Autos unterwegs – unter Zeitdruck, in der Verpflichtung auf Pünktlichkeit und auf Zuverlässigkeit. Wie oft war es eine Nervenbelastung, Langsamfahrer und alte Leute am Steuer vor sich zu haben. Am liebsten hätte ich sie auf die Seite gestossen. Meine Nerven hielten, und ich überlebte auch diese Situation. Heute bin ich in junger Pension und möchte ein Vorbild sein. Rücksichtsvoll, eine zügige Fahrweise und tolerant den Vortritt zu lassen, macht mir echt Spass.

Ein Bauer blockiert die Strasse, ich steige aus und teile ihm mit: Macht nur fertig, ich habe Zeit, ich bin ja pensioniert. Diese Dankbarkeit, die ich dann erfahre, ist für mich echte Lebensqualität. Ich will kein Vorzeiger oder Belehrer sein. Nein, ich mach es nur für mich und alle, die beruflich unterwegs sind und alle anderen Verkehrsteilnehmer. Ich habe noch etwas dazugelernt.

Ich nehme mich total zurück, stelle keine zusätzlichen Ansprüche, lebe meine mögliche Bescheidenheit und freue mich auf jeden guten Kontakt mit Mitmenschen und über Freundschaften.

Ja, so kann man sich die Zeit in der Pension etwas versüssen. Es braucht eigentlich wenig. Ein kleines bescheidenes Vorbild möchte ich schon sein. Aber eben nur für mich und in meiner Umgebung.
Karl Bürge Wiesentalstr. 8, 9204 Andwil

Wenn man schon als Pensionär genügend Zeit zur Verfügung hat , wieso muss man dann durch Autofahren zusätzlich die Strasseninfrastruktur belasten, nebst dem Lärm, Gefahren, Abgase die man verursacht?

Er könnte sich Einkäufe auch schicken lassen, in seiner Gemeinde Mitfahrgelegenheiten anbieten, den öV benutzen, er hat ja als Rentner genügend Zeit oder einfach näher zu Geschäften zügeln. Dann kann er sogar zu Fuss oder mit dem Velo gehen.

Jemand der in Andwil wohnt, ist auf Infrastruktur in anderen Gemeinden angewiesen. Nur finanziert er sie nicht mit, erhöht dadurch aber die Belastung von Wirtschaftszentren durch höhere Steuern und Abgaben.

Auf diese ist er aber angewiesen zur Finanzierung seiner AHV und BVG.

Es ist überhaupt unverständlich, dass es Menschen gibt, die dank Renten vom Staat, ohne zu arbeiten so reich sind, dass sie sich ein Auto leisten können. Die wären auch in der Lage, selbst für ihre Vorsorge verantwortlich zu sein.

Aber genau daran kranken alle unsere Sozialwerke, dass man sich durch Lohnabzüge jegwelcher sozialen Eigenverantwortung entziehen kann.

Es wäre echt tolerant und ein Zeichen von Rücksichtnahme gegenüber der hart arbeitenden Bevölkerung, wenn man deren Erwerbserzielung durch Befriedigung eigener privater Bedürnisse nicht unnötig behindert.

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