Nachhaltige Energiepolitik?

Die mehrheitlich marktwirtschaftsfreundlichen bürgerlichen Regierungen und Parlamente in unserer Region haben anscheinend die Planwirtschaft zur Beruhigung ihres ökologischen Gewissens entdeckt:

Da werden immer neue Gesetze und Verordnungen ausgetüfftelt: Subventionen für Solartechnik, Förderung von A-Klasse Autos, Investitionen in riesige Erdwärmekraftwerke, Unterstützung von sowieso längst fälligen Gebäudesanierungen, Aufbauhilfe für Tierkadaververwertungsanlagen zur Energiegewinnung etc. etc.

Dabei wird nur die Verschwendung unterstützt und nicht die Sparsamkeit respektive Nachhaltigkeit.

Marktwirtschaft funktioniert über den Preis. Nicht durch Subventionen.
Wieso keine Steuer (um zu steuern) auf Energie, Schadstoffe etc. (statt Arbeitsbestrafungssteuer=Einkommenssteuer), die dann gleichmässig an alle Bürger zurückbezahlt wird.
Dann kann jeder selbst entscheiden, ob er mit dem Mehrgeld die höhere Ölheizungsrechnung bezahlen, in alternative Energie investieren oder sparen will.

Muss ich heutzutage vom Velo aufs energiearme Auto umsteigen, damit ich mich im Sinne dieser Politiker grün fühle?
Muss ich Unmengen an Fleisch essen, das mit flächenintensiven Futtermittelanbau produziert wurde, um möglichst viele Tierabfälle zu verursachen und die Kadaververwertung zu unterstützen?
Muss ich im Winter, bei Minusgraden draussen, im T-Shirt vor der Glotze hocken, nur damit die subventionierte Solaranlage auf meinem Dach möglichst schnell rendiert?

Wer weiss, dass der global nachhaltige Lebensstandart auf dem Niveau eines Durchschnittinders ist, weiss, dass es ohne Verhaltensänderungen niemals funktionieren wird.
Ansonsten müssen wir froh sein (trotz negativen Auswirkungen für uns wie massive Einwanderung), dass es noch genügend oder am „besten“ immer mehr arme Staaten gibt. (Genauso wie bonigeile Manager froh sind, wenn es viele schlechtbezahlte Büezer gibt, die aber genauso nach immer mehr Lohnerhöhungen geifern, für was auch immer).
Ohne nachhaltigen Lebensstandart wird unsere Volkswirtschaft einen immer grösseren Wettbewerbsnachteil haben, dh immer mehr Arbeitsplätze werden im Zuge der Globalisierung in billigere Lohnländer, dh. an Leute mit weniger materiellen Bedürfnissen ausgelagert.

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