Littering

Die beiden Stadtpräsidenten des Kantons St. Gallen (Scheitlin, Würth et alteri) haben anlässlich ihrer Doppelfunktion als Kantonsräte (sind sie mit ihrem Amt als Präsis noch nicht genügend ausgelastet? Warum erhalten sie aber trotzdem einen Vollzeitlohn als Präsis? Gehen Herr Scheitlin und Herr Würth während ihrer Arbeitszeit an Kantonsratssitzungen oder während ihrer Freizeit? Gibt es in ihren Städten nicht auch andere Bürger, die die Interessen ihrer Gemeinde vertreten können?) eine Motion gegen Littering eingereicht.

Auf den ersten Blick ein löbliches Engagement. Zahlen doch Zentren ein Vielfaches für die Lösung des  Abfallproblems, das auch Agglos mit Arbeitsplatz in Wirtschaftszentren, aber Steuerbelastung in subventionierten Randregionen, verursachen.

Ist das ganze Littering nicht ein Problem der Verpackungsindustrie? Kann man keine kompostierbare Verpackung herstellen, die auf eine Wiese geworfen in wenigen Tagen dort vergärt ist und zu deren Düngung beiträgt?
Wieso muss alles immer besser verpackt werden? Fordert das die Transportindustrie? Braucht das der Konsument? Könnte man seine eigene abwaschbare Lunchbox nicht auch selbst mitnehmen und die ganze Verpackung bei Migros, Mac, Coop etc. in den Abfallkübel werfen (wie es das Entsorgungsamt empfiehlt)?

Auf der anderen Seite: wieso engagieren sich diese Stadtpräsidenten für Beseitigung oder gar Minimierung von Feststoffabfälle, während die gasförmigen Abfälle, die z.B. der Autoverkehr in ihren Städten verursacht, für sie nicht mal bemerkenswert ist, oder sogar durch ihre Politik als Stadtpräsidenten (Marktplatzgarage, Südspange, Kernumfahrung etc.) noch gefördert wird.

Ist nachhaltiges Handeln vom Aggregatszustand (fest, flüssig oder gasförmig) eines Stoffes abhängig?
Ist Abfallwirtschaft ein ästhetisches (nur für das Auge) Problem? Aus den Augen aus dem Sinn? Was ist mit der Belastung der Lungen ihrer Stadtbürger?

Ist die kurzzeitige Belastung des ästhetischen Empfindes durch die Augen schlimmer als die Dauerbelastung der Lungen von Stadtkindern mit immer mehr Allergien und dadurch der Allgemeinheit verursachten Krankheitskosten?

Stellt euch mal vor, wenn all die Abgase aus Auspuffen, Heizung, Kehrrichtverbrennungsanlagen, Industrieschloten in fester oder flüssiger Form ausgestossen würden.
Die ganze Erde wäre voll von CO2-Bergen, NOx-Trümmern, Feinstaub- und Ozonschlamm. Ein Leben auf der  Erdoberfläche wäre unmöglich.

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