Kinderzulagen

Im Kantonsrat wurde eine Motion eingereicht, die 50 Fr. mehr Kinderzulagen pro Monat fordert.

Der Regierungsrat des Kantons St. Gallen lehnt höhere Kinderzulagen ab. Die Wirtschaft würde dadurch zu sehr belastet.

Durch Erhöhung der Kinderabzüge bei den Einkommenssteuern hat der Regierungsrat indes bekannt, das Familien dringend entlastet werden müssen.
Durch Steuerabzüge werden aber genau die Familien am meisten entlastet, die eigentlich am wenigsten die finanzielle Mehrbelastung durch Kinder spüren (Kinder armer Familien essen nicht weniger, frieren nicht weniger etc.).
Wieso soll der Kanton zu Gunsten Kinder reicher Eltern auf mehr Einnahmen verzichten als bei ärmeren Eltern?
Familien, die bereits jetzt am Existenzminimum leben, spüren von diesen Abzügen kaum etwas. Zu einer Entlastung der Sozialhilfe und Sozialtarifen, zur Erhöhung des Selbstbestimmungsrechts und der Integration von ärmeren Familien (auch deren Kinder könnten sichs leisten, mal mit den Schulkollegen ins Eisstadion, Hallenbad, Ausgang zu gehen) führt diese Strategie des Regierungsrates nicht.

Höhere Kinderzulagen könnte sich ja der Kanton selbst und unabhängig von der Belastung der Wirtschaft leisten, indem er die Kinderabzüge reduziert oder ganz streicht und dafür mit den Mehreinnahmen die Kinderzulagen erhöht.

Wenigstens für den Staat sollte in der finanziellen Unterstützung, Be- und Entlastung von Kindern Gleichberechtigung gelten.

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